Regionalliga-News

Aufgedreht in Halbzeit zwei

von Mitsch am Sonntag 24. September 2017

Dem FSV Union Fürstenwalde ist die nächste Überraschung in der Regionalliga Nordost gelungen. Vor eigener Kulisse schossen die Unioner in der zweiten Halbzeit gegen den FC Viktoria ein wahres Feuerwerk ab.

Die Hausherren versteckten sich nicht, sondern gingen gezielt zur Werke. Ingo Wunderlich gab mit dem ersten Abschluss ans Außennetz die Richtung vor (7.). Ein früher Strafstoß, nach Foulspiel an Rico Gladrow, hätte die Unioner in Führung bringen können, doch der linke Pfosten verhinderte die Führung durch den Schützen Martin Zurawsky (15.).

Ümit Ergirdi machte es besser und verwandelte auf der Gegenseite einen Handstrafstoß. Bei der Flanke vom Schützen selbst verschätzte sich Wunderlich und lenkte mit dem Arm ab, Ergirdi traf links unten (22.). Im Folgenden waren die Gäste aus der Hauptstadt etwas mutiger und aktiver, doch Chancen brachte das keine.

Vielmehr kamen die Fürstenwalder wieder in die Offensive. Noch vor der Pause rutschte Kemal Atici knapp an einem scharf gespielten Flachpass von Will Siakam vorbei (33.). Die Halbzeit verlief kurz für die Spreestädter, klare Worte wurden ihnen mitgegeben, die im zweiten Abschnitt voll wirkten.

Den größten Aufreger hatte Viktoria aber zunächst selbst. Florian Riedel brachte einen hohen Rückpass aufs eigene Tor, der Ball knallte an den Außenpfosten zur Ecke (54.). Daraus resultierte dann der Ausgleich. Die Ecke konnte zunächst vor die Füße von Rico Gladrow abgewehrt werden, dessen Flanke an den Fünfmeterraum köpfte Atici zum Ausgleich ein (54.).

Fürstenwalde war jetzt wie angestochen und war fast nur noch in der Hälfte der Himmelblauen zu finden. Gladrow (63., 71.) und Siakam (65.) scheiterten noch, bevor Bolyki, nach einer Gladrow-Ecke, sehenswert mit der Hacke zur Führung traf (74.).

Und das Spektakel nahm kein Ende. Erneut ein Standard ließ das Ergebnis auf 3:1 ansteigen. Zurawsky brachte eine Ecke zu Atici, dessen Vorlage Siakam nur noch einköpfen brauchte (77.). Diese beiden bereiteten auch den Endstand. Atici ließ Siakam starten, der den Ball zunächst über Kisiel lupfte und dann ins leere Tor schob (90.+1).

Fürstenwalde-Trainer Matthias Maucksch: „Ich freue mich für das Team und die Zuschauer, dass sie ein gutes Spiel sehen durften. Wir hatten mit dem Elfmeter die Möglichkeit das Spiel in die richtige Richtung zu drücken, das Gegenteil war dann der Fall. Im Abwehrbereich hatten wir gravierende Umstellungsprobleme und haben nach dem Rückstand erstmal gebraucht um uns wieder zu finden. Die Halbzeitansprache war dann klar und kurz und die Mannschaft hat das auch umgesetzt, war präsenter in den Zweikämpfen und daraus sind dann auch sehr gut Tore gefallen. Die Mannschaft merkt, dass es sie unter der Woche ordentlich arbeiten muss um am Wochenende die Erfolge einzufahren.

Viktoria-Trainer Thomas Herbst: „Wir wussten, dass es heute nur über die Zweikämpfe gegen kann. Fürstenwalde ist dafür bekannt zu Hause mit Leidenschaft zu agieren. Das Halbzeitergebnis geht in Ordnung und mit dem spektakulären Rückpass leiten wir dann selber die Wende ein. Wir haben uns in den Standards unglücklich angestellt. Fürstenwalde war aggressiver, selbstbewusster und hat sehr gut gearbeitet. Wir sind enttäuscht, schauen aber weiter nach vorne.“

1. Männer: Oliver Birnbaum – Ingo Wunderlich, Burim Halili, Alexander Wuthe, Florian Matk (80. Florian Matk) – Martin Zurawsky, Bujar Sejdija – Will Siakam (90. Kevin Dabo), Rico Gladrow, Andor Bolyki (88. Rodi Celik) – Kemal Atici

Tore: 0:1 Ümit Ergirdi (22./Handstrafstoß), 1:1 Kemal Atici (54.), 2:1 Andor Bolyki (74.), 3:1 Will Siakam (77.), 4:1 Will Siakam (90.+1)

Verschossene Strafstöße: Martin Zurawsky (15./Foulstrafstoß) / –

Schiedsrichter: Christian Allwardt (Kritzmow)

Zuschauer: 373

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