Regionalliga-News

Pokal Halbfinale gegen Energie Cottbus

von Mitsch am Freitag 23. März 2018

Diesmal soll auf jeden Fall gespielt werden: Im Halbfinale des Landespokals empfängt der FSV Union Fürstenwalde am Sonnabend den Regionalliga-Rivalen und ungeschlagenen Spitzenreiter FC Energie Cottbus. Für die Gastgeber ist es so etwas wie das Spiel des Jahres.

Die Fürstenwalder trainieren zweimal täglich: vormittags und zur Anstosszeit des Pflichtspiels am Wochenende – in diesem Falle also um 15 Uhr. Auch heute stehen noch einmal zwei Einheiten an, wird Matthias Maucksch die Mannschaft so akribisch wie möglich auf den Gegner vorbereiten und einstellen.

„Natürlich sind die Cottbuser klarer Favorit“, betont Filip Krstic. „Aber dafür ist sicher der Druck auch höher, der auf ihnen lastet“, fügt der Kapitän des FSV Union hinzu. „Wir werden uns jedenfalls voll reinhängen, wollen Energie alles abverlangen“, verspricht der 29-Jährige, der weiß, wie wichtig dieses Spiel für beide Vereine ist. „Klar ist ein Pokal-Halbfinale etwas Besonderes.“ Zumal es auch um Geld geht, dass die Gastgeber natürlich gut gebrauchen könnten. 12  000 Euro wären beim Einzug ins Endspiel sicher, der Sieger dort kassiert für die Teilnahme an der 1. Runde des DFB-Pokals in der kommenden Saison, abzüglich einer nicht unerheblichen Summe unter anderem als „Solidaritätsbeitrag“ für den Landesverband, sogar etwa gut das Dreifache.

„Nach den vielen Spiel-Ausfällen in der Liga sind wir für dieses Highlight natürlich voll motiviert und wollen mehr als hundert Prozent geben“, betont Kristic noch einmal und erinnert an das Punktspiel vor genau fünf Monaten, als die Gastgeber vor gut 2000 Zuschauern zur Halbzeit in der Bonava-Arena durch ein Elfmetertor von Kemal Atici sogar führten, ehe unter anderen „zwei einfache Gegentore nach Standards“ noch zur 1:3-Niederlage führten. „Da haben wir gemerkt, dass wir durchaus mithalten können.“ Und dass in einem K.-o.-Spiel alles möglich ist, hat gerade der Abwehr-Routinier in seiner Zeit beim FC Carl Zeiss Jena oft genug selbst erlebt.

Derweil ist es für den FSV Union das dritte Pokal-Duell mit dem FC Energie binnen vier Jahren. 2015 hieß es im Finale, damals zwischen Ober- und Drittligist, ebenfalls im Friesenstadion 2:3, in der Vorsaison war in Cottbus bereits in Runde 2 Endstation (0:3).

Für Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz zählt am Sonnabend nur das Weiterkommen, „egal wie. In Fürstenwalde sind immer viele Emotionen im Spiel. Dessen müssen wir uns bewusst sein, dem müssen wir uns stellen.“ Eine besondere Herausforderung sei der kleine Platz, „der kleinste der Liga. Mit einem langen Ball bist du sofort im gegnerischen Strafraum. Wenn man dann keine gute Organisation hat, kann ein einzelner Ball sehr, sehr gefährlich werden. Deshalb brauchen wir hohe Disziplin und dürfen keine unnötigen Standards zulassen.“

Die Fürstenwalder rechnen mit gut 600 Gäste-Fans. „Wir haben rund 30 Ordner und Sicherheitskräfte im Einsatz, natürlich ist die Polizei vor Ort. Aber in den Heimspielen gegen Energie gab es noch nie wirkliche Probleme“, hofft Sven Baethge, Geschäftsführer Sport beim FSV Union, dass auch am Sonnabend alles in geordneten Bahnen verläuft. Es werden sechs Kassen geöffnet sein, für Karteninhaber gibt es zwei Eingänge.

Der Rasenplatz im Friesenstadion ist nach den jüngsten Niederschlägen tief und aufgeweicht, „aber kein Vergleich zu den Frosttagen und -nächten zuletzt. Es wird auf jeden Fall gespielt“, sagt Baethge, der seine Vorfreude auf die Partie nicht verhehlen kann und zugibt, dass der Pokalsieg „ein Traum ist, den der Verein träumt“.

Die Cottbuser haben die Trophäe ihrerseits übrigens schon siebenmal gewonnen. „Es ist der Landespokal, und es geht für beide Mannschaften um viel“, betont „Pele“ Wollitz. „Den finanziellen Aspekt mal ausgeblendet, sehe ich vor allem das Emotionale. Es ist ein ,Lucky-Punch-Spiel‘. Wir wollen ins Finale einziehen und den Titel verteidigen.“

Text: Kai Beißer | Foto: Martin Ramos

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