Regionalliga-News

Derby-Sieg beim FV Erkner

von Mitsch am Dienstag 27. März 2018

Sieben Gelbe Karten, eine Rote – und ein Tor: Das Derby der Landesliga Süd zwischen dem FV Erkner und dem FSV Union Fürstenwalde II endete 0:1. Siegtorschütze für die Gäste war Spielertrainer Christian Mlynarczyk nach knapp 40 Minuten.

„Das Ergebnis geht in Ordnung“, gab FVE-Trainer Heiko Schickgram zu. „Die junge Fürstenwalder Mannschaft war bissiger, griffiger. Wir haben dagegen nie so richtig ins Spiel gefunden.“ Dabei waren die Randberliner in der Anfangsphase nach Schuss, Kopfball und abgefälschtem Versuch zu drei Aluminiumtreffern gekommen, „aber es ist eben keiner reingegangen“. Und bei einer unfreiwilligen Kopfballverlängerung von Gäste-Kapitän Enrico Below in Richtung des eigenen Kastens hatte Schlussmann Sebastian Drömert aufgepasst.

Auf der anderen Seite verlor Abwehrspieler Maximilian Friedrich nach einem langen Ball aus der Fürstenwalder Hälfte das Laufduell mit Mlynarczyk, dessen Schuss halbhoch im kurzen Eck einschlug.

Es blieb das Tor des Tages, weil die Gastgeber „nach der Pause zwar etwas in der Partie gekommen sind, aber so richtig zwingend war das alles nicht“, so Schickgrams nüchterne Analyse. „Wir haben es einfach nicht geschafft, fussballerische Lösungen zu finden.“ Der FSV Union II vergab seinerseits einige Möglichkeiten, die Führung auszubauen, beinahe kläglich. „Dennoch ein Lob an die Mannschaft: Alle haben sich reingehängt, die Zweikämpfe angenommen – so muss das sein“, gab der Spielertrainer zufrieden zu Protokoll.

Nach der Pause war das Derby auf dem Kunstrasenplatz des Erich-Ring-Stadions noch intensiver geworden, prägten viele Fouls und Nicklichkeiten das Geschehen. Unrühmlicher Höhepunkt die 74. Minute, als Erkners Paul Lehmann mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Mlynarczyk ging und nach dem Freistoßpfiff noch einmal mit dem Knie nachtrat. Eine unnötige Szene, der Platzverweis war folgerichtig. Der Fürstenwalder wollte die Szene aber auch nicht überbewerten. „Emotionen gehören in einem Derby eben auch dazu“, sagte der 33-Jährige beinahe beschwichtigend.

Derweil hatten die Gäste Glück, dass es Schiedsrichter Florian Lukawski in einer ähnlichen Szene mit anschließender Rangelei bei Gelb gegen Mohammad Bayat beließ (85.).

Für den FV Erkner war es die fünfte Saisonniederlage – und die dritte zu Hause nach dem 2:3 gegen Blau-Weiß Briesen und dem 0:4 gegen Frankonia Wernsdorf. Derbys scheinen unter keinem guten Stern zu stehen für die Randberliner.

Der FSV Union Fürstenwalde II verschaffte sich derweil ein wichtiges Erfolgserlebnis, nachdem die Mannschaft in den drei sieglosen Partien des Jahres bei diversen Pfosten- und Lattentreffern auch ein bisschen Pech gehabt hatte. So aber schoben sich die Spreestädter mit dem zweiten Auswärtssieg auf Platz 9 vor.

Am Oster-Sonnabend wollen sie nun im Nachholspiel bei Schlusslicht SG Burg natürlich nachlegen, „um gar nicht erst nochmal da unten in den Tabellenkeller reinzurutschen“, gibt Christian Mlynarczyk die Marschroute vor.

Erkner: Oliver Hoffmann – Paul Lehmann, Maximilian Friedrich, Fabian Schulze (72. Robert Szcegula), Björn Nehls – Sebastian Busse, Sven Paprotny, Erik Haase (81. Eric Zander), Alexander Huth (63. Niclas Mertins) – Felix Reichelt, Simon Pille

2. Männer: Sebastian Drömert – El Paflo Idriss, Romeo Bezill, Erik Steinmetz, Tim Gessing – Tim Lehmann, Joao Marcos Dangla Cortez (91. Maximilian Naebert), Sharam Naseri, Christian Mlynarczyk (87. Enrico Schübler) – Pawel Flemming (80. Mohammad Bayat), Enrico Below

Zuschauer: 32

Schiedsrichter: Florian Lukawski (Oranienburg)

Text: Kai Beißer | Foto: Martin Ramos

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