Regionalliga-News

Zweite Männer verlieren Derby gegen Blau-Weiß Briesen

von Mitsch am Dienstag 24. April 2018

Ein Tor von Dennis Lucke, schon nach zwölf Minuten, hat das Derby der Landesliga Süd zwischen dem FSV Union Fürstenwalde II und Blau-Weiß Briesen zugunsten der Gäste entschieden, die damit fünf Punkte zwischen sich und die Spreestädter brachten und zudem erstmals in dieser Saison auf Platz 6 kletterten.

„Jetzt wird es doch noch ein richtiges Derby“, sagte Ronny Pesch in der Schlussphase, in der es auf dem Nebenplatz in der Bonava-Arena etwas hektischer wurde. Die Fürstenwalder warfen alles nach vorn, selbst Torhüter Max Noppe tauchte am Briesener Strafraum auf. Aber es half alles nichts: Die Gäste gewannen knapp, aber nicht unverdient in einer Partie, die sich im Übrigen trotz aller Brisanz jederzeit im sportlichen Rahmen bewegt hatte.

„Am Ende sind wir tatsächlich noch ein bisschen ins Schwimmen gekommen, aber letztlich hat heute Erfahrung gegen Jugend gewonnen“, sagte Blau-Weiß-Kapitän Mathias Klein mit Blick auf das Durchschnittsalter beider Mannschaften, das bei den Fürstenwaldern bei 22,5, bei den Gästen bei knapp über 27 Jahren lag. Christian Mlynarczyk, Spielertrainer der Spreestädter, appellierte an seine Jungs, die Köpfe nicht hängen zu lassen. „Na klar ist so eine Niederlage bitter, aber wir brauchen uns nichts vorwerfen lassen.“

Die intensiven, aber fussballerisch nur mittelmäßigen 90 Minuten hatten mit einem Flugkopfball von Klein begonnen, der nur knapp am aus seiner Sicht linken Pfosten vorbei strich. Die Gästefans hatten da schon den Torschrei auf den Lippen (3.). Nur wenig später durften sie aber jubeln: Christoph Hanke hatte von der rechten Seite geflankt, in der Mitte kam Dennis Lucke unter Bedrängnis mit der Fußspitze an den Ball und drückte ihn an Noppe vorbei über die Linie (12.). Anschließend rannte er schnurstracks zu Pesch an die Linie und jubelte schreiend: „Wie du gesagt hast, Trainer.“ Der erläuerte später den Ausbruch: „Wir haben das so oft geübt: Kreuzen im Angriff, den Ball auf die Außen, Flanke hinter die Abwehr, einlaufen – und natürlich möglichst treffen. Super, dass das so geklappt hat.“

Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Mohammad Bayat: Haken, Linksschuss, aber Kevin Schulz im Briesener Tor blieb nervenstark stehen (22.). Eine Nachlässigkeit von Stefan Vrazilov im Vorwärtsgang brachte Mlynarczyk unverhofft in eine verheißungsvolle Situation, aber sein Versuch an der Strafraumgrenze wurde noch abgeblockt, ehe sich Schulz auf die Kugel warf (37.). Nach dem Wechsel verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die Hälfte der Gäste, in der Schlussviertelstunde rückte zudem Kapitän Enrico Below als gelernter Stürmer in die vorderste Front, aber selbst Noppes Ausflug auf die andere Spielfeldseite brachte nichts mehr ein – am Ende jubelten die Gäste aus dem „Gallischen Dorf“ im Odervorland.

„Natürlich müssen wir uns jeden Punkt hart erarbeiten. Und wenn wir verlieren, sind es immer knappe Niederlagen. Das spricht auch für uns“, ließ FSV-II-Spielertrainer Mlynarczyk gar nicht erst wirklich Frust aufkommen. Blau-Weiß-Trainer Pesch strahlte derweil nach seinem ersten Derby: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Alle haben gekämpft und sich diesen Sieg redlich verdient.“ Und Kapitän Mathias Klein ergänzte: „Klar ist da auch ein Stück weit Genugtuung dabei, hier zu gewinnen.“ Immerhin haben acht Briesener mehr oder weniger lange für den FSV Union gespielt, wohnen noch oder wieder in Fürstenwalde. Insofern war das von den Fans skandierte „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ durchaus auch ein wenig ironisch…

2. Männer: Max Noppe – Tim Gessing, Enrico Below, El Paflo Idriss, Erik Steinmetz – Romeo Bezill, Tim Lehmann (56. Joao Marcos Dangla Cortez) – Sharam Naseri (78. Maximilian Naebert), Pawel Flemming – Mohammad Bayat, Christian Mlynarczyk

Briesen: Kevin Schulz – Martin Zeume, Ronny Anke, Philipp Sellmann, Tino Gottschalk – Stefan Vrazilov – Christoph Hanke (72. Kevin Schübler), Danilo Ballhorn – Jacob Naskrenski (78. Björn Zickerow), Dennis Lucke – Mathias Klein

Zuschauer: 110

Schiedsrichter: Maximilian Bauer (Eichwalde)

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Text: Kai Beißer | Foto: Martin Ramos

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