Regionalliga-News

Abschlusssieg im letzten Testspiel

von Mitsch am Montag 23. Juli 2018

Der FSV Union Fürstenwalde hat sein letztes Testspiel vor dem Start in die neue Saison der Regionalliga Nordost gewonnen. Von einer Generalprobe für dem Meisterschaftsauftakt am Samstag bei Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC wollte André Meyer nach dem 3:2 bei Oberligist FSV Luckenwalde aber nicht sprechen.

Der neue Trainer der Spreestädter hatte aus den unterschiedlichsten Gründen auf rund ein halbes Dutzend Akteure verzichten müssen, die sich durchaus Chancen ausrechnen dürfen, in fünf Tagen gegen die Westsachsen in der Anfangsformation zu stehen. Allen voran Kapitän Filip Krstic. Dem 29-jährigen Familienvater hatte Meyer einen kurzen Sonderurlaub gewährt, das Fehlen anderer Spieler war in erster Linie eine Vorsichtsmaßnahme. So litt Niklas Thiel zuletzt an einer Innenbandreizung, Nils Stettin hatte muskuläre Beschwerden, und auch bei Burim Halili und dessen jüngsten Knieproblemen wollte der Trainer nichts riskieren. Zudem kämpft Alexandros Dingas nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause noch um den Anschluss.

Unter diesen Umständen fiel das Urteil über dem Auftritt des ausgedünnten Kaders durchaus zwiespältig aus. „Mit der Leistung kann ich nicht wirklich zufrieden sein, andererseits ist die Ergebnistendenz der Vorbereitungsspiele positiv“, sagte Meyer. „Und natürlich ist es den Jungs hoch anzurechnen, dass sie es wieder geschafft haben, ein Spiel sogar nach zweimaligem Rückstand noch zu drehen. Diese Moral wird im Verlaufe der Saison sehr, sehr wichtig sein.“

Fakt ist, die Gäste waren nach einer schweren Woche mit dem Testspiel drei Tage zuvor bei Süd-Oberligist VfB Krieschow (4:2) „richtig durch“, wie Meyer es ausdrückte, „kräftemäßig am Anschlag“. Dennoch begannen sie die Partie beim Regionalliga-Schlusslicht der Vorsaison sehr schwungvoll, erarbeiteten sich in der Anfangsviertelstunde zahlreiche gute Tormöglichkeiten, offenbarten aber erneut große Schwächen im Abschluss. Bereits in der dritten Minute hatte Andor Bolyki einen Elfmeter verschossen.

Nach der Luckenwalder Führung aber, die Neuzugang Christian Flath erzielte (23.), agierten die Fürstenwalder extrem fahrig. Zumal sie den Gegentreffer durch eine Fehlerkette nach Ballverlust im Spielaufbau begünstigt hatten. Torhüter Paul Büchel, der in der ersten Halbzeit als Ersatzkapitän fungierte, konnte nicht richtig klären, brachte so Außenverteidiger Ben Florian Meyer unnötig in Bedrängnis, und der vom FC Hansa Rostock II gekommene Flath nutzte das Geschenk.

Zwar gelang Lukas Stagge fast mit dem Pausenpfiff der 1:1-Ausgleich, aber auch nach dem Wechsel war der jungen Fürstenwalder Mannschaft die Müdigkeit in Köpfen und Beinen anzumerken und -zusehen. Der Viertligist ließ weiter jede Menge Chancen des Gastgebers zu – sicher auch ein Ergebnis dessen, dass einige Akteure aufgrund der Ausfälle auf für sie ungewohnten Positionen agieren mussten. Es gab zwar durchaus ein paar ansehnliche Spielzüge, am gegnerischen Strafraum aber waren die Unioner zu harmlos. Auf der anderen Seite hätten sie durchaus mehr als den zweiten Gegentreffer durch Pascal Borowski kassieren können (50.).

So aber gelang dem Favoriten durch die Tore von Gian Luca Schulz (72.) und Peter Köster (82.) tatsächlich noch ein eher unverdienter Sieg. Der Treffer zum 3:2-Endstand resultierte übrigens aus einem erst im Nachschuss verwandelten Strafstoß von Köster, was den Trainer zu der Ansage veranlasste, „der Kampf um die Rolle des Elfmeterschützen ist damit wieder völlig offen“.

Nach dem freien Sonntag bleiben nur noch wenige Trainingseinheiten, um der neu zusammengestellten Truppe den letzten Schliff für einen möglichst erfolgreichen Punktspielstart zu verpassen. „Dass wir uns einmal mehr viele Möglichkeiten erarbeitet haben, ist ein positives Zeichen, dass wir in der Defensive teilweise wieder zu lässig agiert haben, schon weniger“, legt André Meyer den Finger in die Wunde. Das werden also auch die Ansatzpunkte in dieser Woche sein: mehr Kompaktheit hinten, mehr Konsequenz vorn. „Denn in Chemnitz werden wir mit Sicherheit nicht so viele Torchancen bekommen.“ Die Partie im Stadion an der Gellertstraße beginnt am Sonnabend um 13.30 Uhr.

1. Männer: Paul Büchel (46. David Richter) – Ben Florian Meyer, Felix Behling, Peter Köster – Gian Luca Schulz, Alexander Wuthe – Andor Jozsef Bolyki, Sebastian Emre Stang (46. Alexandros Dingas), Bujar Sejdija – Benjamin Pratsler (46. Jason Rupp), Lukas Stagge

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