Regionalliga-News

Auf in die neue Regionalliga-Saison

von Mitsch am Freitag 27. Juli 2018

Die Fussballer des FSV Union Fürstenwalde starten am Samstag in ihre dritte Saison der Regionalliga Nordost. Zum Auftakt müssen sie ab 13.30 Uhr beim Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC ran.

Schwerer hätte es für die Spreestädter im ersten Punktspiel der neuen Saison kaum kommen können, als gleich bei einem der großen Favoriten dieser Spielzeit in der 4. Liga antreten zu müssen. Andererseits: „Besser hätten wir es zum Auftakt nicht treffen können – vor sicher großer Kulisse gegen einen Drittliga-Absteiger. Für solche Spiele machen wir das alles doch“, sagt der neue Union-Chefcoach André Meyer, der vor seinem ersten Pflichtspiel als Männer-Trainer überhaupt steht. „Wie bei den Spielern herrscht auch bei mir pure Vorfreude auf den scharfen Start. Nur ein Heimspiel gegen die Chemnitzer wäre noch besser gewesen.“

Die Fürstenwalder fahren natürlich nicht als Touristen oder ängstliche Punktelieferenten nach Sachsen, wenn sie sich am Samstag um 8 Uhr auf den Weg machen. „Wir wollen etwas mitnehmen, auch wenn wir wissen, dass die Rollen klar verteilt sind. Aber vielleicht können wir den CFC ja etwas ärgern und für eine Überraschung sorgen“, hofft Meyer, der wohl aus einem vollen Kader schöpfen kann.

Da gilt es dann auch, erste Entscheidungen zu treffen, wer die 18 Spieler im Aufgebot für den Auswärts-Auftakt sein werden. Alexandros Dingas konnte in dieser Woche nicht trainieren und wird auf keinen Fall auflaufen, Martin Zurawsky kann nach seiner Operation in der vergangenen Saison wohl erst Ende August wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Und hinter Burim Halili, der am Mittwoch das Training abbrechen musste, steht noch ein Fragezeichen. „Aber alle werden auf jeden Fall mit nach Chemnitz fahren.“

Der Trainer freut sich, dass die Mannschaft immer mehr zusammen findet und eine positive Spannung herrscht. Im Kampf um die Stammplätze versuche jeder sein Bestes zu geben. Derweil hat Meyer erwartungsgemäß Filip Krstic als Kapitän bestätigt. Der 29-jährige Verteidiger soll zusammen mit dem zwei Jahre jüngeren Zurawsky und Torwart-Neuzugang Paul Büchel (24) das Dreigestirn bilden, das auf dem Platz das Sagen hat.

21 Spieler sind derzeit beim FSV Union unter Vertrag, darunter zehn neue, vor allem junge Akteure. Da zwölf Mann den Verein verlassen haben, darunter Leistungsträger wie Rico Gladrow (zu Rot-Weiß Erfurt), Kemal Atici (1. FC Lok Leipzig), Noah Awassi, Danny Breitfelder (beide Sportfreunde Lotte) und Will Siakam (Hertha BSC II), besteht noch Handlungsbedarf. „Das Transferfenster schließt erst am 31. August um 18 Uhr. Wir wollen noch zwei, drei erfahrene Spieler verpflichten“, sagt Sven Baethge, Geschäftsführer Sport. „Allerdings bindet uns dabei der finanzielle Aspekt. Wir haben nun mal einen der kleinsten Etats der Liga.“

Auf jeden Fall soll alles für das oberste Saisonziel Klassenerhalt getan werden. Nach Auffassung von Trainer Meyer ist die Nordost-Staffel der Regionalliga zweigeteilt: „Die eine Hälfte kämpft um den direkten Aufstieg. In diesem Wettrüsten können wir nicht mithalten. Für die andere Hälfte geht es um den Liga-Verbleib, da sehe ich uns.“

Dass dies für ihn, den ebenfalls neuen Co- und Torwart-Trainer Nico Hinz (32) sowie die Mannschaft nicht leicht wird, weiß der 34-Jährige. Aber: „Die Jungs haben das Zeug dazu. Sie wollen es unbedingt schaffen und arbeiten intensiv daran, die noch vorhandenen Defizite abzustellen.“ Vor allem im Defensivbereich sieht Meyer, der seit Montag erstmals seinen kompletten Kader beisammen hat, Fortschritte seit Beginn der Vorbereitung. Auch deshalb sei er optimistisch für den Auftakt in Chemnitz, denn der Favorit müsse sich ja auch erst mal finden. „Wir haben nichts zu verlieren.“

Das sieht Baethge ähnlich, auch wenn er darauf hinweist, dass die Gastgeber eine ganz andere Qualität in ihrer Mannschaft haben. Einen Tipp will er nicht abgeben. „Da lasse ich mich gern überraschen. Allerdings weiß ich, dass nicht nur der Auftakt schwer für uns wird, sondern die gesamte Saison.“

Neben dem Sportlichen hat der Verein noch einige Regionalliga-Auflagen des Nordostdeutschen Fussball-Verbandes in der heimischen Bonava-Arena zu erfüllen. „Wir haben alles vorbereitet, müssen aber noch auf den schriftlichen Bescheid der Stadt warten, um beginnen zu können. Ist dieser da, soll es in der Hinrunde mit der Tribünen-Überdachung los- und im Frühjahr mit dem Flutlicht weitergehen“, kündigt der Manager an.

Text: Roland Hanke | Foto: Martin Ramos

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