Regionalliga-News

Rückstand aufgeholt, aber leider keine Punkte geholt

von Mitsch am Sonntag 29. Juli 2018

Es war das erwartet schwere Spiel. Doch der FSV Union Fürstenwalde hat sich beim Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC teuer verkauft, wenn auch keine Punkte mitgebracht, aber Lust auf mehr gemacht in der neu gestarteten Regionalliga-Saison. Mit 2:3 (1:2) mussten sich die Spreestädter geschlagen geben.

Ein wenig erinnerte der Spielbeginn an das erste Regionalliga-Auswärtsspiel vor zwei Jahren beim BFC Dynamo. Bereits in der zweiten Spielminute hatte Dejan Bozic die Führungsmöglichkeit auf dem Fuß, scheiterte aber am lang stehen gebliebenen Paul Büchel, der mit dem rechten Fuß noch abwehren konnte. Die Führung im Anschluss konnte er aber nicht verhindern. Gabriel Garcia brachte einen Freistoß in den Strafraum, den Matti Langer per Kopf zum 1:0 ins Tor beförderte (3.).

Die Fürstenwalder waren nur kurz geschockt und machten sich auf nach vorne um eigene Chancen zu kreieren. Sebastian Emre Stang probierte es aus der Distanz, doch verfehlte nur knapp den Pfosten (10.).

Chemnitz spielte etwas ruhiger, doch tauchten plötzlich wieder vor dem Unioner Tor auf.. Tobias Müller verfehlte vor dem Tor noch (14.). Im Gegenzug kamen die Fürstenwalder wieder nach vorne. Der agile Ben Meyer Köpfte vorbei (18.) und Andor Bolyki scheiterte alle vor dem Tor an Jakub Jakubov (18.).

Das 2:0 für Chemnitz war dann ein kleines Geschenk der Gäste. Peter Köster blockte den ersten Schuss von Tobias Müller noch ab, fiel dann darauf auf eine Körpertäuschung rein und Müller brauchte sich die Ecke nur noch auszusuchen um auf 2:0 erhöhen (23.).

Doch die Fürstenwalder steckten nicht auf und spielten weiter munter nach vorne. Die Belohnung war dann der Anschlusstreffer durch Meyer. Eine Flanke legte Bolyki auf Gian Luca Schulz ab, der direkt in den Strafraum spielte und Meyer gekonnt in die lange Ecke verwandelte (28.). Bolyki schoss im Anschluss daran noch über die Latte (30.) und Stettin bekam die scharfe Hereingabe von Meyer nicht unter Kontrolle (43.). Für Chemnitz traf Pascal Itter noch das Außennetz (35.). Mit 2:1 ging es dann in die Kabinen.

In Halbzeit zwei standen den Chemnitzern eine Fürstenwalder Mauer entgegen. Die junge Mannschaft verteidigte Angriff um Angriff und brachte die Himmelblauen fast zur Verzweiflung. Die beste Chance hatte noch Rafael Garcia, der, anstatt quer zu legen, den Ball aus spitzen Winkel lieber lupfte, Büchel hatte keine Probleme (50.).

Aber auch Fürstenwalde generierte weiter Möglichkeiten, wenn auch wenige, aber dafür effektiv. Bolyki setzte sich gegen vier Mann durch, zog ab, traf nur den langen Pfosten, der Ball kam zu Nils Stettin, der ins leere Tor schob (60.). Schulz hatte die Führung auf den Fuß, doch Jakubov parierte (66.).

Mit zunehmender Spieldauer starteten die Absteiger wieder mehr Angriffe und genauere Flanken. Niklas Hoheneder köpfte einen Freistoß drüber (73.). In der 80. Minute wurde es richtig brenzlig. Drei Schüsse konnten die Fürstenwalder abwehren, doch das 3:2 ließ sich dann nicht mehr verhindern. Pascal Itter flankte perfekt in den Strafraum, wo Dejan Bozic sich hochschraubte und einköpfte (86.).

Klar waren die Spreestädter geknickt, doch Zeit war noch für den Ausgleich, der auch in der letzten Minute der Nachspielzeit fast gelungen wäre. Nach einer Ecke hämmerte Stagge den Ball aufs Tor, den Jakubov parieren konnte, der aufgerückte Büchel und Schulz behinderten sich dann gegenseitig und schossen den Ball im Fünfmeterraum noch über das Tor.

David Bergner, Trainer Chemnitzer FC: „Natürlich freuen wir uns über diesen Sieg, auch wie dieser zustande kam. Fürstenwalde haben wir nicht auf die leichte Schulter genommen. Wir haben viele Chancen kreiert und führten auch verdient. Dann ist es normal, dass man etwas zurückschaltet und bekommen dann sogar noch den Ausgleich. Die Mannschaft hat super reagiert und sich den Siegtreffer verdient. Auch gilt der Dank Keeper Jakubov, der uns heute auch den Sieg beschert hat.

André Meyer, Trainer FSV Union Fürstenwalde: „Im Vorfeld war das Spiel natürlich ungleich verteilt, dennoch konnte man den Unterschied, zumindest in der ersten Halbzeit, nicht erkennen. Wir haben da teilweise sogar auf Augenhöhe gespielt. Unglücklich dann die Gegentreffer, aber wie sich meine junge Mannschaft zurück gekämpft hat, zunächst mit dem Anschlusstreffer und dann noch mit den Ausgleich, hat denke mal alle imponiert. Bei etwas Glück machen wir sogar noch eins. Wie ist dann so ist, bekommen wir dann noch ein Treffer, den wir besser verteidigen müssen.“

Chemnitz: Jakub Jakubov – Pascal Itter, Kostadin Velkov, Niklas Hoheneder, Timo Mauer (63. Paul Milde) – Fabian Müller, Matti Langer (86. Joannis Karsanidis), Tobias Müller, Rafael Garcia – Daniel Frahn, Dejan Bozic (90. Kimmo Hovi)

1. Männer: Paul Büchel – Ingo Wunderlich, Peter Köster (76. Burim Halili), Filip Krstic, Ben Meyer – Lukas Stagge, Alexander Wuthe (84. Benjamin Pratsler) – Gian Luca Schulz, Sebastian Stang (72. Bujar Sejdija), Andor Bolyki – Nils Stettin

Tore: 1:0 Matti Langer (3.), 2:0 Tobias Müller (23.), 2:1 Ben Meyer (28.), 2:2 Nils Stettin (60.), 3:2 Dejan Bozic (85.)

Zuschauer: 4.722

Schiedsrichter: Johannes Schipke (Halle)

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