Regionalliga-News

Erster Punktgewinn

von Mitsch am Samstag 25. August 2018

Der FSV Union Fürstenwalde hat den ersten Punkt in der neuen Regionalliga-Saison eingefahren. Beim Aufsteiger FSV Optik Rathenow bewiesen die Spreestädter Moral und glichen einen 0:2 Rückstand noch aus.

Wahrlich ansehnlich war das Spiel nicht. Beide Mannschaften zeigten fussballerische Schmalkost und warteten mit vielen Fehlpässen als Torchancen auf. Fürstenwalde war zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnte aber kaum Angriffsaktionen erspielen. In der gegnerischen Hälfte fehlte es an nötigen Ideen und Bewegung.

Rathenow versuchte über Konter die Fürstenwalder Defensive unter Druck zu bringen. Das gelang auch nur minder gut, stellte die Unioner aber manchmal vor Probleme. So konnte der Abschluss von Nii Bruce Weber noch zur Ecke abgefälscht werden (18.) und nur fünf Minuten später klärte die Abwehr zwei Mal in höchster Not.

Die einzige, beste und größte Chance in der ersten Hälfte hatte dann Andor Bolyki, der einen Heber von Nils Stettin in den Lauf bekam, zwar Torwart Bjarne Rogall umlief, aber dessen Abschluss noch von einem Rathenower zur Ecke geklärt werden konnte (30.).

Gleiche Situation kurz vor dem Seitenwechsel. Caner Özcin bekam den Ball ins Zentrum gespielt, Burim Halili konnte aber vor ihm an den Ball kommen, doch anstatt sich zu Paul Büchel zu spielen, ließ er sich auf einen Zweikampf ein, wo er zu Fall kam, Özcin so alleine aufs Tor zulaufen konnte und den Ball zum 1:0 versenken konnte (44.).

Zweite Halbzeit und man hatte die Hoffnung, dass beide Mannschaften vor allem im Spielaufbau genauer agieren würden. Doch wieder waren zahlreiche Bälle weg und Chancen waren nach wie vor eine Seltenheit.

Für die nötigen Emotionen sorgte dann Schiedsrichter Lars Albert, der einen für beide Seiten überraschenden Strafstoß verhängte. Die Unioner klärten im Zweikampf den Ball, trafen nach dem Ballspielen einen Rathenower, was der Schiedsrichter als regelwidrig ansah und auf den Punkt zeigte. Anscheinend war auch Schütze Jerome Leroy so verwundert darüber, dass er gegen Büchel scheiterte (69.).

Wie aus dem Nichts dann ein selten perfekt gespielter Angriff der Heimelf. Weber platzierte dann genau in die Ecke zum 2:0 (76.). Hängende Köpfe bei den Unionern, aber keinesfalls Resignation. Nachdem Neuzugang Mike Brömer noch knapp das Tor verfehlte, erzielte Cihan Kahraman den Anschlusstreffer. Gian Luca Schulz passte quer ins Zentrum, wo Sebastian Emre Stang in den Strafraum zu Kahraman spielte, der sich seinen ersten Saisontreffer nicht nehmen ließ (78.).

Nur drei Minuten später brachte Kahraman einen Freistoß auf den Kopf von Andor Bolyki, der zum Ausgleich einköpfte (81.). Vor dem Spielende überschlugen sich die Ereignisse nochmal. Ein Foulspiel von Ingo Wunderlich an Özcin bewerte Albert richtig als Freistoß. Özcin sprang wie wild auf und reckte seinen Kopf direkt an Wunderlich. Der zeigte dem Schiri an, dass er von Özcin’s Kopf getroffen wurde. Doch er wertete es als „Vogel zeigen“ und schickte Wunderlich mit der roten Karte vom Feld (88.). Özcin war fein raus, auch zwei Minuten später, als er einen Unioner mit gestreckten Bein an der Seitenlinie von den Beinen holte – nur Gelb (90.).

Fussball gespielt wurde die letzten Minuten nur noch mäßig, die Flanken, Ecken und Freistöße der Gäste fanden keinen Abnehmer, so endete das Spiel 2:2 Unentschieden.

Rathenow Trainer Ingo Kahlisch: „Das war das zweite Spiel, wo wir so einen Vorsprung aus der Hand geben. Ab der 75. Minute war die taktische Ordnung und Cleverness einfach eine Katastrophe. Da sieht man dann auch, was es ausmacht, wenn man ordentlich steht. Wir haben zur Zeit zu wenig Defensivspieler und man auch gesehen, dass, wenn man weniger trainiert, man zum Spielende immer wieder Probleme bekommt. Wir wissen, dass jedes Spiel für uns schwer ist, deswegen sind alle Rathenower auch enttäuscht. So ein Spiel muss man gewinnen.“

Fürstenwalde Trainer André Meyer: „Wir sind froh über den Punktgewinn, auch wenn wir heute kein gutes Spiel gemacht haben. Den Schönheitspreis haben wir davor immer gewonnen, die Schulterklopfer wollten wir heute vermeiden. Respekt an die Mannschaft, dass sie nach so einem Rückstand noch zurück kommt, gerade nach diesem individuellen Fehler zum 0:1, wo wir vorher die selbe Chance haben.“

Rathenow: Bjarne Rogall – Benjamin Wilcke, Emre Turan, Marc Langner, Süleyman Kapan – Oscar Ortiz – Shelby Printemps, Leon Hellwig, Jerome Leroy, Nii Bruce Weber – Caner Özcin

Fürstenwalde: Paul Büchel – Ingo Wunderlich, Burim Halili, Filip Krstic – Alexander Wuthe, Franz Hausdorf – Felix Behling, Cihan Kahraman, Ben Meyer – Andor Bolyki, Nils Stettin

Tore: 1:0 Caner Özcin (44.), 2:0 Nii Bruce Weber (76.), 2:1 Cihan Kahraman (78.), 2:2 Andor Bolyki (81.)

Verschossene Strafstöße: Jerome Leroy (69.) / –

Rote Karten: – / Ingo Wunderlich (88./Unsportlichkeit)

Zuschauer: 284

Schiedsrichter: Lars Albert (Muldenhammer)

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