Regionalliga-News

Babelsberg aus dem Landespokal gekämpft

von Mitsch am Sonntag 09. September 2018

Ein Überraschungs- und Achtungserfolg gelang den Regionalliga-Fussballern des FSV Union Fürstenwalde. Im AOK-Landespokal Brandenburg setzten sie sich in der 2. Runde beim Ligakonkurrenten SV Babelsberg 03 mit 3:2 (0:0) durch.

Die ersten 15 Minuten machten beide Mannschaften erstmal ruhig. Die einzige Chance hatte Pieter-Marvin Wolf per Kopf nach einem Freistoß von Manuel Hoffmann, doch Paul Büchel war auf dem Posten und hatte den Ball sicher (6.). Mit zunehmender Spielzeit trauten sich die Fürstenwalde mehr nach vorne und kreierten sehenswerte Angriffe. Die erste Chance köpfte Benjamin Pratsler auf das Tornetz (16.).

Zwischenzeitlich gelang den Babelsbergern der erste Treffer der Partie. Tom Nattermann köpfte nach einem Freistoß unhaltbar ins Netz, doch die Fahne kam schnell – Abseits (19.). Dann wieder die Unioner, die jetzt auf die Führung drückten. Der Schuss von Nils Stettin wurde noch zur Ecke gelenkt (21.) und nach der Ecke konnte Lukas Wilton einen Kopfball von Pratsler noch von der Linie klären (22.). Wieder zwei Mal Stettin. Erst köpfte er drüber (23.), dann vergab er in aussichtsreicher Position im Strafraum (23.).

In Richtung Halbzeit häuften sich die Fehlpässe auf beiden Seiten, doch kaum hatte eine Mannschaft den Ball schon erobert, war dieser auch gleich schon wieder weg. Bis auf einen Schuss von Cihan Kahraman (43.) und einen Freistoß vom 03er Franko Uzelac (45.), welche beide über das Tor gingen, waren keine weiteren Chancen zu sehen und mit einem torlosen Unentschieden gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

Fünf Minuten nach dem Seiten und jeweils ein Spielerwechsel von beiden, passierte es dann. Babelsberg spielte einen schnellen Angriff. Nattermann konnte in aussichtsreicher Position noch am Schuss gehindert werden, Ingo Wunderlich wollte den Schuss eigentlich stoppen, doch traf den Ball so platziert, dass in ins eigene Tor traf. Ein wuchtiger, unhaltbarer und sehenswerter Treffer, doch nicht für den FSV (50.).

Wieder einmal mussten die Unioner nach der Pause einen Gegentreffer schlucken, die Enttäuschung war nur kurz anzusehen, hatten auch Glück, dass Nattermann nach einer Flanke nicht noch ran kam und das 2:0 erzielte. Sie spielten weiter mutig nach vorne und machten Druck auf den Ausgleich. Burim Halili kam nach einem Kahraman-Freistoß nicht ran (59.) und Wunderlich zog aus der Mitte ab, Marvin Gladrow musste sich strecken und zur Ecke abwehren (68.). Aus dieser fiel dann der verdiente Ausgleich. Kahraman brachte die Ecke an den ersten Pfosten, wo der Ball auf den zweiten Pfosten weitergeleitet wurde, Stettin am höchsten stieg und das 1:1 erzielte (68.).

Fürstenwalde ließ nicht nach und wollte mehr. Kahraman wurde in Szene gesetzt, doch brauchte im Abschluss zu lange und der Ball wurde wieder zur Ecke geklärt. Wieder brachte Kahraman den Ball in den Fünfmeterraum und wieder stieg Stettin am höchsten und bugsierte den Ball ins Netz zur Führung (75.).

Immer wieder brachten die Hausherren wütende Angriffe nach vorne. Nattermann setzte sein Versuch am rechten Pfosten vorbei (81.), Hoffmann versierte die linke Ecke an, doch auch er musste zusehen, wie sein Ball das Tor nur Zentimeter verfehlte (83.).

Stattdessen machte der FSV den Deckel drauf. Kahraman setzte Stettin in Szene, der den mitgelaufenen Bolyki bediente und er sich nachträglich mit einem eigenen Treffer ein Geburtstagsgeschenk gemacht hatte (88.). Auch der Freistoßtreffer von Hoffmann (89.) brachte keine weitere Gefahr mehr. Stettin hätte sogar noch ein Treffer markieren können, scheiterte aber an Gladrow (90.+1).

Babelsberg-Trainer Almedin Civa: „Am Ende ein verdienter Sieg für Fürstenwalde. Sie stehen zu Unrecht mit einem Punkt da und so sind sie auch aufgetreten. Wir haben quasi die erste Halbzeit verloren, wir hatten dort zu viele Ausfälle. Zweite Halbzeit war in Ordnung, mit etwas Glück machen wir das zweite Ding. Dann bekommen wir zu einfache Gegentore. Für uns sehr, sehr enttäuschend.“

Fürstenwalde-Trainer André Meyer: „Wir wollten gewinnen und der Ausgang war für uns hoch emotional. Wir hatten bittere Momente in den letzten Wochen, obwohl wir nie unzufrieden waren mit den Spielen an sich, es hat meist das Quäntchen Glück gefehlt. Es war ein verdienter Sieg, gerade in der ersten Halbzeit erspielen wir uns wieder viele Chancen, machen kein Treffer und ballern uns den Ball dann mit Beginn der zweiten Hälfte selbst rein. Aber die Reaktion war unfassbar und richtig gut, in der Mannschaft ist Leben und wir haben uns für die harte Arbeit belohnt, heute war der Tag. Wir sind den Erfolgserlebnis hinterher gehechelt und freuen uns sehr über den Ausgang. Jetzt gilt es konzentriert in die nächsten Spiele zu gehen.“

1. Männer: Paul Büchel – Ingo Wunderlich, Burim Halili, Filip Krstic, Ben Meyer – Benjamin Pratsler (44. Sebastian Stang), Franz Hausdorf (46. Bujar Sejdija) – Luca Schulz (70. Felix Behling), Cihan Kahraman, Andor Bolyki – Nils Stettin

Babelsberg: Marvin Gladrow – Lionel Salla, Valentin Rode, Franko Uzelac, Lukas Wilton – Leonard Koch (81. Ahmet Sagat), Farid Abderrahmane – Godbless Igbinigie (46. Tobias Dombrowa), Manuel Hoffmann – Tom Nattermann, Pieter-Marvin Wolf (76. Fabrice Montcheu)

Tore: 1:0 Ingo Wunderlich (50./Eigentor), 1:1 Nils Stettin (68.), 1:2 Nils Stettin (75.), 1:3 Andor Bolyki (88.), 2:2 Manuel Hoffmann (89.)

Zuschauer: 1.361

Schiedsrichter: Marcel Riemer (Eisenhüttenstadt)

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