Regionalliga-News

Unentschieden in der Hauptstadt

von Mitsch am Montag 29. Oktober 2018

Das halbe Dutzend ist voll: Der FSV Union Fürstenwalde bleibt in der Fußball-Regionalliga Nordost auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. Beim BFC Dynamo hieß es 0:0, trotz der fehlenden Tore war es eine recht ansehnliche Nullnummer im Jahnsportpark.

Wohl selten saßen zwei Trainer derart einträchtig nebeneinander in der Pressekonferenz. Nicht ohne Grund, denn André Meyer und sein BFC-Kollege René Rydlewicz hatten 2013/14 gemeinsam den 60. Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB in Köln absolviert. Der 45-jährige Ex-Bundesliga-Profi Rydlewicz flachste: „André hat immer von mir abgeschrieben…“

Die Bewertung der Partie durch den elf Jahre jüngeren Meyer fiel positiv aus: „Wir haben uns den Punkt hier erarbeitet. In der ersten Halbzeit waren wir defensiv gefragt, der BFC hatte mehr Chancen. Nachher haben wir es wie zuletzt vorn nicht gut ausgespielt, nicht die perfekten Entscheidungen getroffen.“ Rydlewicz gab zu: „Ich schwanke ein wenig mit meiner Einschätzung. Mit dem Spiel gegen diesen Gegner bin ich sehr zufrieden, nur mit dem Ergebnis nicht. Aber das war ein gutes 0:0, bei dem niemand gefroren hat“, schob er hinterher.

Die Hauptstädter hatten im 4-1-3-2-System und mit Routinier Ronny Garbuschewski als Regisseur druckvoll begonnen, kamen bei viel Ballbesitz vor allem über die linke Angriffseite zu Möglichkeiten. Chancen boten sich Otis Breustedt (9.), Philip Schulz (14.) und David Malembana (Kopfball/24.), zudem landete eine Flanke von Garbuschewski auf der Querlatte (23.).

Der FSV Union, bei dem Ben-Florian Meyer (Kaspelverletzung im Zeh) und Bujar Sejdija (Muskelfaserriss) fehlten, agierte im 4-1-4-1 zunächst recht abwartend, wagte sich nur selten in die Berliner Hälfte. Versuche von Cihan Kahraman (17.), Nils Stettin (27.) und Gian Luca Schulz (35./abgeblockt) brachten nichts. Insofern war das torlose Unentschieden zur Pause eher schmeichelhaft. Was auch Kapitän Filip Krstic so sah: „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir hinten liegen. Es war kein schönes Spiel, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns den einen Punkt verdient. Ein 0:0 beim BFC ist nun wahrlich kein Untergang.“

Nach dem Seitenwechsel stellte sich das Spielgeschehen verteilter dar. Das lag vor allem an der taktischen Umstellung von Union-Coach Meyer, der mit Peter Köster einen weiteren Innenverteidiger gebracht und auf Fünferkette umgestellt hatte. Dies gab zum einen defensiv mehr Stabilität, und im Spiel nach vorn wurden die Gäste etwas aktiver. Andor Bolyki verzog in aussichtsreicher Position (49.), Kahraman zwang BFC-Keeper Bernhard Hendl zu einer Parade (69.), Ingo Wunderlich (79.) und Nils Stettin (82.) verpassten die Chance zum Abschluss.

Die Platzherren, bei denen Marc Brasnic – in der Vorwoche gefeierter Fünfach-Torschütze beim 6:0 über den Bischofswerdaer FV – mit einer Knieverletzung vom Platz gehumpelt war, hatten ihre besten Möglichkeiten durch den nicht nur bei Standards mit nach vorn eilenden Malembana (Kopfball/60.) und Chris Reher (abgeblockt/67.). Und beim Duell von Joker Bahadir Özkan gegen Burim Halili blieb die Pfeife von Schiri Marko Wartmann trotz Handspiels aus Nahdistanz zurecht stumm (89.). Und statt sich zu beschweren stellte Dynamo-Trainer Rydlewicz fest: „Der Schiedsrichter hat ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Denn der Referee aus dem thüringischen Großvargula bei Bad Langensalza hatte viel laufen gelassen und so zu einer flüssigen Partie beigetragen.

Für die Gäste gab es nach dem Punktgewinn noch einen Mannschaftsabend in Berlin und dazu zwei trainingsfreie Tage. Erst am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel am Sonntag gegen Absteiger FC Rot-Weiß Erfurt, bei dem es zum Wiedersehen mit den Ex-Fürstenwaldern Rico Gladrow und Darryl Geurts kommt.

BFC Dynamo: Bernhard Hendl – Chris Reher, David Malembana, Björn Lambach, Ugurtan Cepni – Niklas Brandt – Marcel Rausch, Ronny Garbuschewski, Philip Schulz (66. Bahadir Özkan) – Marc Brasnic (38. Yves Brinkmann), Otis Breustedt (85. Mateusz Lewandowski)

1. Männer: Paul Büchel – Niklas Thiel, Burim Halili, Filip Krstic, Ingo Wunderlich – Alexander Wuthe (46. Peter Köster) – Gian Luca Schulz (77. Mert Sait), Martin Zurawsky, Cihan Kahraman, Andor Bolyki (81. Jason Rupp) – Nils Stettin

Zuschauer: 507

Schiedsrichter: Marko Wartmann (Großvargula)

Text: Felix Ney (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

  • Tags

Aktuelle Bilder

  • Elektroinstallationen Ing. H. Kufeld
  • BKK VBU
  • Becker + Armbrust GmbH
  • WG SYSTEMS e.K.
  • Autolackiererei Wunsch GmbH
  • Landskron
  • Jako
  • Schwapp
  • Frisuren Spezialisten
  • Sanicus
  • WOWI
  • F/G/M GmbH
  • QuF Automobile GmbH
  • FGL Handelsgesellschaft mbH