Regionalliga-News

Serie reißt gegen Spitzenreiter

von Mitsch am Montag 03. Dezember 2018

Die Fussballer des FSV Union Fürstenwalde haben in der Regionalliga Nordost die erste Niederlage seit dem 15. September hinnehmen müssen. Gegen Spitzenreiter und Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC verloren sie daheim mit 2:4 (1:2).

Damit endete zum Rückrunden-Auftakt, der zugleich das letzte Heimspiel in diesem Kalenderjahr war, auch die Serie vom FSV Union, der in neun Spielen hintereinander – fünf Siege, vier Unentschieden – ungeschlagen war. Vielleicht spendet ja die Tatsache, dass dies gegen den Tabellenführer geschah, ein klein wenig Trost für die Domstädter.

„Irgendwann musste das ja mal passieren, auch wenn wir lieber mindestens einen Punkt geholt hätten“, sagt Union-Trainer André Meyer. „Es war mehr drin.“ Seine Mannschaft habe sich gegen den Spitzenreiter nicht versteckt und wollte bewusst die Schwächen der Gäste nutzen. „Das ist uns in den ersten 20 Minuten super gelungen“, erklärt der Coach, der mit einer Fünferkette und Martin Zurawsky als Sturmspitze begann.

Es sollten Räume für das eigene Offensivspiel geschaffen werden, was dann mit dem Führungstreffer gelang. Für die Gastgeber startete Zurwasky einen schönen Spielzug über die rechte Seite, spielte den Ball zu Andor Bolyki, dessen Flanke Ben Meyer im Strafraum erreichte – der Linksverteidiger vollstreckte per Direktabnahme aus 13 Metern mit dem linken Fuß (23.). Das war die verdiente Führung in der Bonava-Arena.

Das sah auch CFC-Coach David Bergner so. „Wir lagen da zu Recht im Rückstand. Doch dann hat meine Mannschaft weiter nach vorn gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten und die Führung erzielt. Dafür gebührt ihr Respekt.“ Klar, dass dies seinem Gegenüber Meyer gar nicht gefiel. „Ärgerlich, dass wir den Vorsprung innerhalb von wenigen Minuten wieder verschenkt haben.“ Erst traf Niklas Hohenender (27.) nach einem Eckball aus etwa sieben Metern, dann zog Dejan Bozic aus etwa 16 Metern freistehend ab – 2:1 für die Chemnitzer (32.).

Nach der Pause, in der beim FSV Union der Gelb-Rot-gefährdete Zurawsky durch Jason Rupp ersetzt wurde, drängten die Gastgeber weiter auf den Ausgleich und hatten die Sachsen weitgehend im Griff. Die erste Chance hatte Rupp (Meyer: „Er hat erstmals eine Halbzeit durchgespielt und seine Sache gut gemacht“), als sein Freistoß von CFC-Torwart Jakub Jakubov gerade noch weggefaustet wurde (48.).

Dann zappelte der der Ball im Chemnitzer Netz (67.), als der Keeper einen Bolyki-Schuss prallen ließ und Lukas Stagge einschob – allerdings wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Danach wurde es hektischer auf dem Platz, auch weil das Schiedsrichter-Trio nicht gerade ausgewogen aus Sicht der Gastgeber bei Freistößen und Gelben Karten (5 für den FSV, 1 für CFC) entschied. In der 71. Minute schlug Bozic mit seiner individuellen Klasse noch einmal zu, als er aus spitzem Winkel aus acht Metern links vorm Tor ins rechte Eck traf.

Doch die Unioner ließen sich auch davon nicht entmutigen und nagelten den CFC weiter in dessen Hälfte fest. Und nur neun Minuten später waren die Hausherren wieder dran. Der eingewechselte Nils Stettin versenkte einen Freistoß von Bujar Sejdija per Kopf im Netz. Jetzt schlugen die Gäste die Bälle nur noch hinten raus und versuchten, mit jeder Unterbrechung Zeit von der Uhr zu nehmen. Der FSV Union machte weiter auf und fing sich per Konter das 2:4 durch Rafael Garcia (89.).

Und so bekam CFC-Trainer Bergner von seinem Team zum 45. Geburtstag am Sonntag doch noch ein Punktegeschenk. „Wir wussten, dass es in Fürstenwalde gegen eine Mannschaft, die sich nicht aufgibt, sehr aggressiv und gut spielt, ganz schwer wird“, erklärt Bergner. Ganz anders die Gefühlslage bei André Meyer: „Wir sind brutal enttäuscht. Doch mich stimmt auch positiv, dass wir den Favoriten 45 Minuten in seine Hälfte gedrängt haben.“ Nächsten Sonntag soll im letzten Spiel des Jahres beim Tabellenzweiten Berliner AK ein positiver Abschluss her.

1. Männer: Paul Büchel – Ingo Wunderlich, Burim Halili, Peter Köster (72. Nils Wilko Stettin), Filip Krstic, Ben Florian Meyer – Lukas Stagge, Bujar Sejdija – Gian Luca Schulz (60. Niklas Thiel), Andor Joszef Bolyki – Martin Zurwasky (46. Jason Rupp)

Chemnitz: Jakub Jakubov – Pascal Itter, Kostadin Velkow, Niklas Hoheneder, Paul Milde – Timo Maurer, Matti Langer (64. Joannis Karsanidis), Dennis Grote, Rafael Garcia (90+2. Kristian Taag) – Daniel Frahn, Dejan Bozic (79. Kimmo Markku Hovi)

Zuschauer: 696

Schiedsrichter: Max Burda (Berlin)

Text: Roland Hanke (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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