Regionalliga-News

Gastspiel in Leipzig

von Mitsch am Sonntag 17. Februar 2019

Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres muss Regionalligist FSV Union Fürstenwalde beim 1. FC Lok Leipzig antreten. Anpfiff im ehrwürdigen, fast 100 Jahre alten Bruno-Plache-Stadion im Stadtteil Probstheida ist am Sonntag um 13.30 Uhr.

Neuerdings ist bei den gastgebenden Sachsen nicht mehr das Stadion der Star, sondern der Trainer: Seit dem 1. Januar fungiert Rainer Lisiewicz als Cheftrainer beim 1. FC Lok. Der 69-Jährige absolvierte in den 1970-er Jahren 143 Partien für den DDR-Oberligisten, traf unter anderem in den Europapokal-Spielen gegen den AC Turin und Fortuna Düsseldorf. 2004 übernahm er das Traineramt bei dem nach der Insolvenz des VfB Leipzig wiedergegründeten Verein und führte die Mannschaft von der 3. Kreisklasse in die damals viertklassige Oberliga. Den Aufstieg in Liga 3 verpasste Lok, und Lisiewicz wurde beurlaubt.

Nun die Rückkehr. Nach fünf Jahren, aber nur acht Punkten aus den ersten neun Partien der Hinrunde – drei davon beim 2:1-Erfolg in Fürstenwalde – war Heiko Scholz im September entlassen worden. Björn Joppe, erst seit Saisonbeginn Nachwuchs-Koordinator und Trainer der A-Junioren, übernahm die Verantwortung. Mit Erfolg: Seither verlor der 1. FCL nur zwei Partien, in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause gab es je drei Siege und drei Unentschieden. Da der 40-jährige Joppe aber noch keine A-Lizenz hat, wurde Rainer Lisiewicz zurückgeholt, der zuletzt den Verbandsligisten Union Sandersdorf trainiert hatte.

Das Wort führt derweil Joppe. „Wir wollen Angriffsfußball spielen, attraktiv und erfolgreich.“ Mit Blick auf die Partie am Sonntag fügt er hinzu: „Bis auf Spitzenreiter Chemnitzer FC kann in dieser Liga jeder jeden schlagen, aber es fegt auch keiner einen Gegner einfach so vom Platz. Ich erwarte eine Fürstenwalder Mannschaft, die tief und kompakt steht. Aber wir spielen zu Hause, und gerade da wollen wir natürlich gewinnen.“ Vieles ist bei den Leipzigern schon auf die nächste Saison ausgerichtet. „Da wollen wir oben angreifen.“

Noch aber heißt es erst mal, aktuell nicht doch wieder in den Tabellenkeller zu rutschen. Und das gilt natürlich ebenso für den punktgleichen FSV Union. Dessen Trainer André Meyer hat seine Mannschaft am Donnerstag am Donnerstag auf die zu erwartende Atmosphäre im Plache-Stadion eingestimmt, in das schon mal 3000 Fans pilgern. „Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen“, betont Meyer. Einstellen müssen sich die Gäste auch auf den recht großen Platz.

Personell haben die Spreestädter fast alle Mann an Deck. Fehlen wird aber der erkrankte Neuzugang Lukas Boateng, der die ganze Woche über nicht hatte trainieren können.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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