Regionalliga-News

Schlenzer in den Winkel

von Mitsch am Montag 25. Februar 2019

Die Fussballer des FSV Union Fürstenwalde haben auch das zweite Heimspiel des neuen Jahres in der Regionalliga Nordost 1:0 gewonnen. Die Gastgeber besiegten am Sonntag Schlusslicht Optik Rathenow durch ein frühes Tor von Martin Zurawsky.

Am Ende waren bei den Gastgebern die sprichwörtlichen Steine zu hören, die vom Herzen fallen. Zumal der FSV Union die letzten zehn Minuten inklusive dreiminütiger Nachspielzeit zu zehnt absolvieren musste, da Andor Bolyki nach wiederholtem Foulspiel die Gelb/Rote Karte gesehen hatte. Die Rathenower, die in der zweiten Halbzeit überlegen waren, konnten dies jedoch nicht zu einem Tor nutzen.

„Glückwunsch an die Gastgeber. Die ersten 20 Minuten haben wir verpennt. Danach hatten wir für ein Auswärtsspiel viele klare Torchancen, die wir nicht nutzen konnten. 95 Prozent der zweiten Halbzeit waren ein Spiel auf das Fürstenwalder Tor. Alles Sch…“, schimpfte Optik-Trainerlegende Ingo Kahlisch. Sein Gegenüber André Meyer war mit den drei Punkten zufrieden. „Unserer jungen Mannschaft fehlt noch die Balance zwischen ergebnis-orientiertem und schönem Fußball. Das wird sich aber noch finden, dafür ist noch Verständnis notwendig“, sagte der Union-Coach. Das Wichtigste sei der Sieg.

Meyer stand vor der schwierigen Aufgabe, auf vier Positionen umstellen zu müssen. So spielte Franz Hausdorf für Kapitän Filip Krstic (5. Gelbe Karte) erstmals in der Innenverteidigung. Der finnische Neuzugang Kimmo Hovi bekam als Stürmer seinen ersten Einsatz in der Startelf. Und der 18-jährige Yasar Cinar feierte auf der linken Offensiv-Seite seine Punktspielpremiere für den FSV Union, bei dem auch Ingo Wunderlich (krank) und Tim Häußler (Rot-Sperre) fehlten.

„Die Mannschaft hat in dieser Formation noch nicht zusammen gespielt. Hinzu kam als zweite schwierige Voraussetzung die 0:5-Niederlage vor Wochenfrist bei Lok Leipzig“, warb Meyer um Verständnis. „In der ersten halben Stunde waren wir gut im Spiel und sind verdient in Führung gegangen, danach waren wir hauptsächlich in der Defensive beschäftigt.“

Die Gastgeber begannen die Partie mit frühem, aggressivem Pressing in der gegnerischen Hälfte und hatten die Rathenower weitgehend im Griff, mussten aber auch auf deren gefährliche Konter achten – Kopfball Caner Özcin (8.), Schuss Cüneyt Top (15.) knapp am Dreiangel vorbei. Im Gegenzug fiel dann die Führung für die Fürstenwalder. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite kam die Flanke zu Ben Meyer in den Strafraum, dessen Schuss aber abgeblockt wurde. Beim zweiten Versuch zirkelte Martin Zurawsky, der diesmal die Kapitänsbinde trug, den Ball aus etwa 15 Metern in den linken Dreiangel. Da war der Jubel groß auf dem Feld und den Tribünen.

Danach hatten die Gastgeber Glück, als Burim Halili einen Schuss der Rathenower auf der Torlinie abwehrte (29.). Nur acht Minuten später holte Zurawsky den Hammer raus, doch sein Schuss aus 25 Metern ging knapp links am Tor vorbei – ebenso wie kurz vor dem Pausenpfiff der von Lukas Stagge. Davor war Bolyki aus spitzem Winkel und Nahdistanz an Optik-Torwart Luis Zwick gescheitert.

„Wir hatten gute Chancen zum 2:0, um damit auch Ruhe rein zu bringen. Doch wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu unserem Spiel gefunden, waren nervös und bis zum Schluss einem Abnutzungskampf ausgesetzt“, analysierte der Union-Trainer. In der Tat kamen die Gäste schwungvoller aus der Kabine und setzten den FSV Union unter Druck. Allerdings bekamen die Gastgeber die erste Chance, als ein Zurawsky-Freistoß von der Mauer abgelenkt wurde. Noch mal gefährlich war ein Schuss von Bujar Sejdija (64.) knapp neben das Tor. Die Gäste hatten unter anderem Möglichkeiten durch Jerome Leroy (61.), dessen Schuss von Union-Keeper Paul Büchel gehalten wurde, ebenso wie der von Oscar Ortiz (76.). Emre Turan verpasste einen Kopfball knapp (90.).

Sein nächstes Spiel bestreitet der FSV Union bereits am Freitagabend, 19.30 Uhr, beim Tabellenfünften Wacker Nordhausen. Nach dem Auslauf-Training am Sonntag und dem freien Montag beginnt am Dienstag die Vorbereitung auf die Auswärtspartie.

1. Männer: Paul Büchel – Gian Luca Schulz, Burim Halili, Franz Hausdorf, Ben Florian Meyer – Bujar Sejdija – Andor Jozsef Bolyki, Martin Zurawsky (84. Jason Rupp). Lukas Stagge, Yasar Can Cinar (56. Cihan Kahraman) – Kimmo Hovi (90. Nils Stettin)

Rathenow: Luis Maria Zwick – Kevin Adewumi, Emre Turan, Aleksandar Bilbija, Benjamin Wilcke – Marc Langner, Leon Hellwig – Caner Özcin (61. Nii Bruce Weber), Jerome Leroy (69. Oscar Ortiz), Cüneyt Eral Top (72. Süleyman Kapan) – Leon Dippert

Zuschauer: 440

Schiedsrichter: Stefan Herde (Dresden)

Text: Roland Hanke (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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