Regionalliga-News

Heute in Nordhausen

von Mitsch am Freitag 01. März 2019

In einem von gleich drei Freitag-Spielen der Regionalliga Nordost muss der FSV Union Fürstenwalde heute Abend bei Wacker Nordhausen antreten.

Die Gastgeber hegen nun schon seit mehreren Jahren höhere Ambitionen, hatten sich auch in dieser Saison auf die Fahnen geschrieben, ganz oben mitzuspielen. Dafür nahm der Verein erneut viel Geld in die Hand – und blieb einmal mehr hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der 13. Spieltag war der letzte für Volkan Uluc, nach nur einem Sieg in den sechs Partien zuvor und ganzen 15 Toren wurde der Trainer beurlaubt.

Interimsmäßig übernahm Matthias Peßolat, seit Jahresbeginn steht Heiko Scholz in der Verantwortung. Der 53-jährige Ex-Profi – 159 Einsätze für Dynamo Dresden, Bayer Leverkusen und Werder Bremen – war nach nur neun Spieltagen beim Liga-Rivalen 1. FC Lok Leipzig entlassen worden. Bei seinem Nordhäuser Pflichtspiel-Debüt gewann die Mannschaft 3:2 beim Bischofswerdaer FV. Die beiden Partien zuvor waren ausgefallen, heute Abend feiert Scholz also seine Heim-Premiere.

Die wollen ihm die Gäste aber möglichst verderben. „Wir müssen von Beginn an präsent sein“, fordert Martin Zurawsky. Der 28-Jährige ist Vize-Kapitän des FSV Union, trug zuletzt für den gesperrten Filip Krstic die Binde. „Wir wissen, dass Nordhausen sehr über die Physis kommt. Da müssen wir dagegen halten, hinten gut stehen. Und vorn gelingt uns immer mal einer.“ So wie zuletzt gegen Schlusslicht Optik Rathenow. Schütze des goldenen Tores: Zurawsky.

Es war sein vierter Saisontreffer – schon mehr als in den Jahren zuvor. „Das liegt auch daran, dass mich der Trainer auf der Doppel-Acht statt auf der Sechser-Position spielen lässt. Ich fühle mich da sehr wohl, kann noch mehr zum Spiel beitragen und komme natürlich auch öfter zum Abschluss.“ Über seine Rolle in der Mannschaft sagt er: „In einer so jungen Truppe empfinde ich als älterer Spieler schon eine gewisse Verantwortung. Es ist aber oft gar nicht so einfach, den richtigen Ton zu erwischen – wann muss ich die Hand drüber halten und wann, auf gut deutsch, mal draufhauen.“

Martin Zurawsky freut sich durchaus auf das Abendspiel. „Unter Flutlicht ist das immer eine besondere Athmosphäre.“ Und auch etwas anderes, weil der gewohnte Wochen-Rhythmus aus Training und Punktspiel durcheinander gerät.

Die Partie im 95 Jahre alten Albert-Kuntz-Sportpark wird um 19.30 Uhr angepfiffen, Rathenow und der SV Babelsberg 03 sowie Budissa Bautzen und der FC Rot-Weiß Erfurt spielen eine halbe Stunde eher. Allerdings steht noch nicht fest, ob in Nordhausen auf dem Hauptplatz oder auf Kunstrasen gespielt wird. Gäste-Trainer André Meyer ist darüber zurecht sauer: „Wir sind am Donnerstag vom Verband informiert worden, dass wir das erst vor Ort erfahren! Für so etwas habe ich in der vierten Liga kein Verständnis. Und das alles wegen ein paar angekündigter Regentropfen.“

Verzichten muss Meyer auf Tim Häußler – der im Winter aus Nordhausen gekommene Verteidiger sitzt das zweite und letzte Spiel seiner Rot-Sperre ab, ist aber ohnehin krank – und auf Andor Bolyki, der gegen Rathenow Gelb/Rot gesehen hatte. Krstic hat sich derweil am Mittwoch im Training eine Fleischwunde am Sprunggelenk zugezogen. Sollte er ausfallen, wird – so er denn in der Start-Elf steht – erneut Martin Zurawsky die Kapitänsbinde tragen.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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