Regionalliga-News

Zu Gast am Ostpreußendamm

von Mitsch am Samstag 30. März 2019

Sonntag, 13.30 Uhr, Stadion Lichterfelde am Ostpreußendamm: In der Regionalliga Nordost muss der FSV Union Fürstenwalde beim FC Viktoria Berlin antreten. Es ist das Duell des Tabellenachten gegen den -zehnten, mit einem Auswärtssieg würden die Gäste an den Hauptstädtern vorbeiziehen.

Die Berliner waren als einer der Meisterschaftsfavoriten in die Saison gegangen. Dank eines Investors aus Hongkong, der einen zweistelligen Millionenbetrag versprach, träumten die Verantwortlichen bei dem 1889 gegründeten Traditionsverein, der 1908 und 1911 Deutscher Meister war, von goldenen Zeiten. Aber dieser Traum platzte Ende des Jahres, als der FC Viktoria „aufgrund ausbleibender Zahlungen“ einen Insolvenzantrag stellen musste.

Der Rückzug aus dem Spielbetrieb konnte dank eines neuen, einheimischen Sponsors verhindert werden, den Hauptstädtern wurden aber neun Punkte abgezogen. Sieben Akteure verließen den Verein, von denen allerdings nur die Ex-Profis Petar Sliskovic, Jurgen Gjasula und Christoph Menz Stammspieler waren.

Deshalb spricht André Meyer, Trainer des FSV Union, auch von „Jammern auf hohem Niveau“ und einer Mannschaft, „die immer noch große Qualität besitzt“. Dafür stehen die beiden Winter-Neuzugänge, die zuletzt vereinslosen Timo Gebhardt und Okan Aydin. Letzterer wurde im Nachwuchs von Bayer Leverkusen groß, spielte für den FC Rot-Weiß Erfurt und den Chemnitzer FC 129-mal in Liga 3. Der 29-jährige Gebhardt hat für 1860 München, den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg und Hansa Rostock 171 Partien in der 1. bis 4. Liga absolviert.

Viktoria verlor am Mittwoch das Nachholspiel beim FSV Wacker Nordhausen mit 1:4 und musste den Verlust seines zweiten Torhüters Marek Große verkraften, der sich bei einem Abstoß kurz nach der Pause einen Kreuzbandriss zuzog. Am Sonntag steht aber wieder der etatmäßige Keeper Stephan Flauder zwischen den Pfosten, der in Nordhausen Gelb-gesperrt war.

Für die Gäste wird es darum gehen, „unser Spiel durchzubringen und uns nicht so sehr am Gegner zu orientieren“, wie Meyer es ausdrückt. „Es muss uns gelingen, Überzahlsituationen herzustellen und aus diesen Kapital zu schlagen. Wir werden auf jeden Fall alles reinhauen“, verspricht der Trainer. Wie der Gegner zu schlagen ist, haben die Fürstenwalder beim 1:0 im Hinspiel Ende September bewiesen, als sie ihren ersten Heimsieg der Saison landeten. Schütze des goldenen Tores war Mittelfeldspieler Bujar Sejdija.

Die Bilanz zwischen beiden Mannschaften aus bisher neun Duellen in der Oberliga – 2011 bis 13 – und der Regionalliga – seit dem Aufstieg der Fürstenwalder 2016 – ist mit je vier Siegen und einem Remis derweil ausgeglichen. So sagt denn auch Viktoria-Trainer Jörg Goslar: „Das wird kein einfaches Unterfangen. Wir müssen ein möglichst fehlerfreies Spiel abliefern, um die Fürstenwalder in der Tabelle auf Distanz zu halten.“

Rund um das Stadion am Ostpreußendamm gibt es übrigens keine Parkplätze. Die Berliner empfehlen deshalb Gästefans dringend die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Beispiel mit dem RE 1 bis Friedrichstraße, mit der S-Bahn-Linie 1 Richtung Wannsee bis zum Rathaus Steglitz und von dort mit dem Bus 186 bis zum Stadion Lichterfelde.

Für Ärger sorgt beim FSV Union derweil die Terminierung des vorletzten Saisonheimspiels gegen den BFC Dynamo durch den Nordostdeutschen Fußballverband. Dieses wurde für Freitag, den 26. April, 18 Uhr angesetzt. „Ein absolutes Unding und für uns inakzeptabel“, sagt Sven Baethge, Geschäftsführer Sport bei den Fürstenwaldern. Als Begründung wurde unter anderem genannt, dass am Sonntag der 1. FC Union Berlin im Spitzenspiel der 2. Bundesliga den Hamburger SV empfängt und deshalb zu viele Polizeikräfte gebunden seien. „Was hat das mit dem Spiel in Fürstenwalde zu tun?“, fragt Baethge. „Und für unsere eigenen Sicherheitskräfte wiederum ist ein Termin am Freitagabend mehr als schwierig.“ Der Verein, der beim BFC-Spiel unter anderem die Grundsteinlegung für seine neue Tribüne plant, hat beim Verband Einspruch eingelegt, rechnet sich allerdings wenig Chancen aus.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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