Regionalliga-News

Vorne null, hinten null

von Mitsch am Montag 15. April 2019

Regionalligist FSV Union Fürstenwalde trennt sich im Jahn-Sportpark torlos von der VSG Altglienicke und hält die Berliner auf Distanz. Es ist das dritte Auswärts-Remis für die Gäste in Folge.

Beim Mitkonkurrenten im Abstiegskampf der Nordost-Staffel war sogar mehr drin als der eine Zähler, denn die Gäste hatten im gähnend leeren Oval im Prenzlauer Berg die besseren Chancen. So hatte Trainer André Meyer denn auch „gemischte Gefühle. Hinten haben wir die Null stehen, aber eben bei sechs klaren Möglichkeiten selbst auch kein Tor gemacht.“

Gerade mal einhundert Zuschauer – darunter 20 Fürstenwalder Fans – verloren sich in der Arena. Da VSG-Trainer Andreas Zimmermann verletzungsbedingt einige personelle Umbauten hatte vornehmen müssen, war von den Gastgebern kein Offensivfeuerwerk zu erwarten. Der FSV Union trat defensiv mit einer Fünferkette auf und suchte schnell den Weg nach vorn, hatte in einem Spiel auf mäßigem Niveau durch Andor Bolyki (17., 29.) und Nils Stettin (26.) ein paar notierenswerte Möglichkeiten, beide schlossen aber zu ungenau ab. Auf der anderen Seite stocherte Igli Cami den Ball genau auf Gästekeeper Paul Büchel (30.), und Nico Donner setzte eine Flanke von Chinedu Ede mit dem Kopf über den Balken (36.). Alles nicht berauschend und erst recht nicht brandgefährlich.

Die beste Chance des Spiels resultierte aus einem schönen Spielzug der Fürstenwalder: Niklas Thiel hatte die Kugel erobert und zog zur Grundlinie, seine Maßflanke auf den zweiten Pfosten nahm Bujar Sejdija per Flugkopfball mit vollem Risiko, setzte diesen aus sechs Metern aber deutlich zu hoch an (52.). Nach einer Stunde zappelte die Kugel bei den Gästen im Netz, aber Ex-Profi Christopher Quiring hatte im Abseits gestanden.

Zum Ende hin wurde die Meyer-Elf noch mal gefährlich, aber einen Aufsetzer des als Joker gebrachten wiedergenesenen Cihan Kahraman köpfte René Pütt von der Linie (80.), VSG-Keeper Dan Twardzik stoppte den durchgebrochenen Bolyki im Eins-gegen-Eins (82.), Ben Florian Meyer verfehlte mit einem späten Kopfball.

Für die Ostberliner war es das dritte 0:0 in den zurückliegenden vier Heimspielen. Das Fazit von Trainer Zimmermann fiel entsprechend gemischt aus: „Meine Jungs haben es sehr ordentlich gemacht. Wir haben alles rausgehauen, hätten sogar den Lucky Punch setzen können. So sind wir mit dem Punkt einverstanden, aber nicht zufrieden.“ Besagte Chance hatte Ede aus zehn Metern zentral freistehend vergeben.

André Meyer analysierte nüchtern: „Das ist aktuell nicht unsere Phase. Aber es gibt bei uns keine ‚dicke Luft‘, wie ich irgendwo lesen musste. Ich habe nur den Fokus auf das Wesentliche angesprochen, der fehlte zuletzt etwas.“ Zudem mahnte der Trainer: „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Im Oktober war diese junge Mannschaft nach dem Umbruch im Sommer doch Absteiger Nummer 1! Die 33 Punkte, die wir jetzt auf dem Konto haben, sind hart erarbeitet.“ In der Tabelle rangiert die Mannschaft weiter auf Platz 13.

Altglienicke: Dan Twardzik – Igli Cami, Dennis Lemke, René Pütt, Stephan Brehmer – Rico Steinhauer – Christopher Quiring (74. Benjamin Förster), Christian Skoda, Lukas Müller – Chinedu Ede, Nico Donner

1. Männer: Paul Büchel – Niklas Thiel, Peter Köster, Burim Halili (67. Cihan Kahraman), Filip Krstic, Ben Meyer – Lukas Stagge (28. Martin Zurawsky), Bujar Sejdija – Andor Bolyki, Nils Stettin (77. Kimmo Hovi), Tim Häußler

Zuschauer: 107

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg (Eisenach)

Text: Felix Ney (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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