Regionalliga-News

Am Samstag: 100 Jahre Fussball in Fürstenwalde

von Mitsch am Donnerstag 15. August 2019

Die Schnüre halten noch, nur ein bisschen Luft hat der braune Lederball über die Jahrzehnte verloren. „Da ist noch eine echte Blase drin, die kann man aufpumpen“, sagt Sieghard Richter. In den 1960er-Jahren traten Fürstenwalder Spieler gegen diesen Ball. Uwe Barnick war damals dabei. Er stellte das runde Leder zur Verfügung. Es ist nur eines von vielen Erinnerungsstücken, die sich in Richters Wohnzimmer angesammelt haben. Schals und Bilder, Wimpel und Zeitungsartikel, ein Pokal und Programmhefte liegen dort bereit. Dinge, die die Geschichte des FSV Union Fürstenwalde erzählen.

Der feiert am Sonnabend seinen 100. Geburtstag, mit Sport, Spielen und Überraschungen im Friesen-Stadion. Zum Programm gehört eine Ausstellung – und die hat Sieghard Richter zusammengestellt. „Ich war mal bei einem Treffen der Alt-Unioner, dabei wurden Fotos gezeigt“, sagt der sportliche Mann, der sein Alter nicht verraten möchte, früher selbst kickte und heute im Wirtschaftsrat des Vereins ist. Bei diesem Treffen kam ihm die Idee zur Schau. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Material gibt“, gesteht er.

Die gute Dokumentation seiner Geschichte verdankt der FSV vor allem Heinz Härchen. „Der hat seit eh und je Statistiken geführt, Bilder und Zeitungsartikel gesammelt“, sagt Richter. Nun liegt Härchens Fundus im Fürstenwalder Museum – von dort durfte der Verein sich vieles ausleihen.

Einige Kopien der Fotos und Dokumente schafften es auf die zehn großen Tafeln, die Richter für die Ausstellung konzipiert hat. Auf der ersten erfahren Gäste zum Beispiel, dass der FSV vor 100 Jahren als Tochter des heutigen 1. FC Union Berlin gegründet wurde. Die Tafeln sind am Sonnabend zu sehen. Uwe Barnick und andere ehemalige Spieler sind vor Ort. Nicht nur um zu plaudern, auch um beim Legenden-Spiel über den Rasen zu rennen.

Dann können sich die Gäste gleich die Konstruktion für das neue Tribünendach anschauen, das der Verein an der Hangelsberger Chaussee errichten lässt. Dort hatte er übrigens nicht immer sein Domizil. Bilder aus der Anfangszeit entstanden in der Nähe des heutigen Rudolf-Harbig-Stadions. „Zwischen Haydn- und Komarowstraße war der Platz von Union“, sagt Museumsleiter Guido Strohfeldt. Die Häuser standen damals noch nicht. Und darum seien beispielsweise auf dem Bild der Jugendmannschaft von 1929 noch die Schornsteine der damaligen Farbenwerke Marienhütte auf dem heutigen Lacufa-Gelände zu sehen.

Text und Foto: Manja Wilde (Märkische Oderzeitung)

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