Regionalliga-News

Es ist nicht alles rosarot

von Mitsch am Freitag 30. August 2019

Trainer Maucksch tritt nach dem 4:1-Sieg des FSV Union bei Chemie Leipzig auf die Euphoriebremse. Am Samstag muss der Regionalligist aus Fürstenwalde zum Bischofswerdaer FV.

Nach nur einem Punkt aus den ersten vier Saisonspielen haben die Spreestädter nun zweimal in Folge gewonnen. Matthias Maucksch wollte die Auswirkung des 1:0-Heimsieges gegen den SV Babelsberg 03 auf das Selbstvertrauen der Mannschaft und die Partie am Mittwoch bei Chemie Leipzig aber nicht überbewertet wissen.

„Das war ein komplett anderes Spiel bei einer guten Atmosphäre und vor einer tollen Kulisse“, sagte der 50-Jährige nach dem Abpfiff im Albert-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch. „Ausschlaggebend waren unser Wille und die Kompaktheit der Mannschaft. Wir haben teilweise mit viel Tempo gespielt und es bei den Toren sehr gut gemacht“, lobte der Trainer. „Fussball ist ein Ergebnissport. Und das Ergebnis hat gestimmt, insofern bin ich natürlich zufrieden. Man darf sich aber auch nicht blenden lassen: Es war bei weitem nicht alles rosarot“, sagte Maucksch und meinte damit unter anderem eine Vielzahl der – trotz der vier Tore – nicht genutzten Möglichkeiten, aber auch „dass wir den Gegner durch einfache Fehler immer wieder eingeladen haben. Im Spielaufbau waren wir manchmal etwas naiv.“

Die Gäste hatten übrigens hinten mit einer Dreierkette gespielt. „Wir wollten uns dadurch Vorteile in der spielbestimmenden Zone verschaffen, und das hat vor allem in der ersten Halbzeit auch ganz gut geklappt“, analysierte der Coach, der tatsächlich mit der zweiten Hälfte weniger zufrieden war. Aber das Ergebnis, das hat eben gestimmt.

Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic haderte derweil mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir hatten mehr Ballbesitz, waren im letzten Drittel aber nicht zwingend, im Abschluss zu harmlos, in den Zweikämpfen nicht immer giftig genug. Zur Pause waren wir zwar trotz des Rückstandes noch guter Dinge, haben aber wieder nicht zielstrebig genug gespielt. Bitter ist, dass wir im eigenen Stadion ausgekontert wurden.“

Zum Abschluss der englischen Woche muss der FSV Union am Samstag beim noch sieglosen Schlusslicht Bischofswerdaer FV antreten. „Das wird mit Sicherheit unangenehm, schließlich steht die Mannschaft schon ein bisschen mit dem Rücken zur Wand“, mutmaßt Maucksch. Die Partie am Tor zur Oberlausitz wird um 13.30 Uhr angepfiffen.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Christoph Ulbricht (Spreebote)

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