Fürstenwalde (MOZ) Mario Reichel, Trainer von Fußball-Oberligist FSV Union Fürstenwalde, fand nach der gestrigen 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn SV Altlüdersdorf klare Worte: “Das Ergebnis ist auch ein Resultat der vergangenen Trainingswoche. Einige sind nach den zuletzt guten Resultaten zu schnell mit zu wenig zufrieden. Man spielt halt wie man trainiert.”
Das haben offenbar zu viele Akteure nicht gut genug getan. Zumal Fußball ein Spiel ist, in dem gerade Fehler entscheiden. Die weitaus größeren produzierten die Unioner, weshalb sie ihre zweite Heimniederlage kassierten. Beim 0:1 konnte der ehemalige Schöneicher Max Gerhard von der rechten Seite ungehindert eine präzise Flanke in den Strafraum schlagen, wo sich kein Fürstenwalder Abwehrspieler für Orkun Bicen zuständig fühlte, der freistehend einköpfte (25.). Das zweite Gegentor geht auf die Kappe von Keeper Johannes Follert, der bei einem Freistoß halblinks an der Strafraumgrenze die Torwartecke mit einem Schritt zur Tormitte frei machte. Routinier Özgür Özvatan nahm das Geschenk an und jagte den Ball neben Follert ins Eck (75.).
Dabei hätten die Fürstenwalder dem Spiel frühzeitig eine andere Wendung geben können. “Wenn wir nach 20 Minuten hinten liegen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen”, befand Altlüdersdorfs Trainer Ersan Parlatan. Aber Union-Stürmer Christian Mlynarczyk bekam den Ball aus drei Metern nach einer Flanke des noch besten Fürstenwalders, Roland Richter, nicht an Robert Schelenz vorbei (12.). Nach dem Wechsel vergab Jan Mutschler die beste FSV-Möglichkeit, als er kurz vor dem 0:2 aus 18Metern einen Freistoß in die Mauer schoss.
4. April 2012, G.S.