Regionalliga-News

Bissig, willig, effektiv

von Mitsch am Sonntag 05. Mai 2019

Fussball Regionalligist FSV Union Fürstenwalde ist ein Auswärtserfolg gelungen. Und was für einer. Mit einem 4:0 zeigten sie den FC Rot-Weiß Erfurt teilweise die Grenzen auf.

Das Spiel begann verhalten mit den ersten Chancen für Erfurt durch Tobias Hasse (8., abgeblockt) und Morten Rüdiger (10., aus der Drehung drüber). Nach der ersten Möglichkeit für den FSV durch Lukas Stagge (8.), dann auch schon die Führung in der 11. Minute. Tim Häußler wurde von Keeper Lukas Cichos gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Cihan Kahraman.

Erfurt tat sich schwer gegen gut stehende Unioner und war in den Kontern anfällig. Nach zwei weiteren Chancen von Kahraman (20.) und Ben Meyer (22.) legten Fürstenwalder in Minute 26 nach. Lukas Stagge verwandelte freistehend, nach der Ecke von Häußler, ins leere Tor, weil sich Cichos verschätze.

Die beste Chance für Rot-Weiß hatte Tobias Hasse, der am Strafraum aber einfach zu lange für den Abschluss brauchte und noch von Meyer abgeblockt wurde (29.). Auch die weiteren Möglichkeiten von Rüdiger (34.), Darryl Geurts (45.+2) und Marius Wegmann (45.+3) waren nicht effektiv genug. Aber auch Andor Bolyki nicht, der frei vor Cichos den Ball noch über das Tor beförderte (36.).

RWE kam dann mit verändertem System und zwei Wechseln aus der Kabine, was mehr Schwung brachte, die nötige Durchschlagskraft aber weiter vermissen ließ. Die nächste Großchance hatten zunächst die Gäste. Bolyki kam nach dem Freistoß auf den hinteren Pfosten an den Ball, scheiterte aus Nahdistanz an Cichos (48.). Im Gegenzug fast der Anschluss. Der Schuss von Andis Shala streifte knapp am Pfosten vorbei (52.).

In der 57. Minute hatte Bolyki die nächste Top-Chance, aber erneut konnte er den Keeper nicht überwinden (57.). Auch beim zweiten Strafstoß war es Bolyki, der in die Spitze geschickt wurde, sein Abschluss wieder hängen blieb und im zweiten Versuch von Cichos gefoult wurde. Diesmal trat Nils Stettin an und der Torwart hielt (73.).

Es keimte nochmal Hoffnung bei Rot-Weiß auf, doch die machte Kahraman nur eine Minute später zu Nichte. Nach einer Ecke bekam er am Strafraum den Ball, zirkelte diesen gefühlvoll in die Dreiangel zum 3:0 (74.). Unglücksrabe Bolyki bekam dann doch noch die Chance auf seinen Treffer und er enttäuschte seine Mannschaft nicht. Kahraman hätte selbst abziehen können, doch bediente seinen Teamkollegen, der es sich nehmen ließ und den 4:0 Schlusspunkt setzte. Der eingewechselte Shala konnte auch keine Ergebniskosmetik mehr betreiben und setzte einen Kopfball an den Pfosten (89.).

Erfurt Trainer Thomas Brdaric: „Wir sind faire Verlierer und gratulieren zum Sieg. Es fällt schwer positive Dinge in den Vordergrund zu schieben. In der ersten Halbzeit war der Gegner ein Stück weit cleverer und hat unsere Schnitzer ausgenutzt. Aber, dass Fürstenwalde die Mannschaft war, die uns diktiert hat, das seh ich überhaupt gar nicht. Wir haben zu einfache Fehler gemacht und die Konter zugelassen. Wir haben den Gegner eingeladen mit unserer Schusseligkeit und der phlegmatischen Art und Weise. In der Pause haben wir den Kopf eingeschaltet, das System umgestellt und waren dann viel besser drin. Wir waren klar besser und haben den Gegner 20 bis 30 Minuten an die Wand gespielt. Wir haben alles versucht, ich will aber auch erwähnen, dass wir zehn bis zwölf Stammspieler nicht dabei hatten. Wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite, haben die Fans mit einem desolaten Ergebnis enttäuscht. Ich werde das Ergebnis mit der Mannschaft hart analysieren, aber sie auch wieder aufrichten.“

Fürstenwalde Trainer André Meyer: „Der Sieg war mehr als verdient, wenn nicht sogar noch zu gering ausgefallen. Wir haben das BFC-Spiel aufbereitet, wussten in was für einer Situation wir sind, kommen dann nach Erfurt, wo die Zuschauer eine super Atmosphäre bieten und du weißt, dass du Punkte für den Klassenerhalt sammeln musst. Wir haben gute Lösungen gefunden, das Spiel gut unter Kontrolle gehabt und gut gegen den Ball gearbeitet. Für Erfurt konnte ich keine klaren Chancen notieren. Riesen Lob und Respekt, wie die Mannschaft das heute gemacht hat. Wir haben zehn Monate hart gearbeitet für ein perfektes Spiel, das war heute sehr nah dran. Die Jungs haben die nächsten Tage Feuer frei bekommen, wollen die letzten zwei Spieler aber nochmal das Maximale heraus holen.“

1. Männer: Paul Büchel – Gian Luca Schulz, Peter Köster, Filip Krstic, Ben Meyer – Lukas Stagge, Martin Zurawsky – Andor Bolyki (85. Jason Rupp), Cihan Kahraman, Tim Häußler (88. Mert Sait) – Nils Stettin (79. Kimmo Hovi)

Erfurt: Lukas Cichos – Marius Wegmann, Ben-Luca Moritz (85. Francis Adomah), Petar Lela – David Vogt – Daniel Rechberger (46. Glodi Zingu), Tobias Hasse, Rico Gladrow, Morten Rüdiger – George Kelbel, Darryl Geurts (46. Andis Shala)

Tore: 0:1 Cihan Kahraman (11./Foulstrafstoß), 0:2 Lukas Stagge (26.), 0:3 Cihan Kahraman (74.), 0:4 Andor Bolyki (79.)

Verschossene Strafstöße: – / Nils Stettin (73., gehalten)

Zuschauer: 2.832

Schiedsrichter: Lars Albert (Leipzig)

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