Regionalliga-News

Torwart Richter trifft zum Ausgleich

von Mitsch am Montag 16. September 2019

Es läuft die zweite Minute der Nachspielzeit. Unions Tim Häußler schießt einen Eckball von links, Torwart David Richter ist mit vorn – und trifft mit einem gewaltigen Flachschuss aus rund zwölf Metern zum 2:2. Die meisten der 441 Zuschauer in der Bonava-Arena brechen in Jubel aus – genauso wie die Fürstenwalder Spieler, die ihren Keeper in einer Menschentraube vor den Fans auf der Gegengeraden feiern.

„Das war mein erstes Tor überhaupt. Ich habe volles Risiko genommen und mit dem rechten Vollspann drauf gehauen. Der Ball hätte auch in die Wolken gehen können“, beschreibt der 20-Jährige, der vor Beginn der vorigen Saison von Rot-Weiß Erfurt nach Fürstenwalde kam, die Szene. „Ich freue mich natürlich, so für die Mannschaft den glücklichen Punkt gerettet zu haben, denn in der zweiten Halbzeit sind wir etwas aus dem Tritt gekommen.“

Doch zunächst gab es die Führung für die Unioner. Darryl Geurts war von links in den Strafraum gelaufen und zog ab. Sein Schuss wurde abgefälscht und der Ball landete bei Paul Maurer, der aus Nahdistanz abstaubte (59.). Nur acht Minuten später glichen die Gäste durch Rafael Brand aus, bei dessen Schuss aus 16 Metern der Ball vom linken Innenpfosten ins Tor ging.

Danach hatten die Fürstenwalder etwas ihre Linie verloren und zeigten sich vom Druck der Viktoria beeindruckt. Und dann gerieten sie sogar durch ein Eigentor von Peter Köster (84.) in Rückstand, der bei einer verunglückten Kopfball-Rückgabe das Spielgerät über seinen Keeper ins Netz befördert hatte. „Mit dem Kopf zu mir, hatte ich gerufen, war dann aber zu weit vor dem Tor“, erklärt Richter. „Zum Glück ist es ja am Ende gut gegangen.“

Der FSV Union bleibt mit dem Unentschieden und den drei Siegen zuvor zum vierten Mal hintereinander in der Regionalliga Nordost ungeschlagen – und das gegen den Mitfavoriten um die Meisterschaft FC Viktoria, der an den bisherigen acht Spieltagen erst eine Partie verlor, aber fünfmal ein Remis erzielte. Die Fürstenwalder bleiben Sechster vor den punktgleichen Berlinern.

„Wir sind sehr gut aufgetreten und waren sehr präsent. Wenn wir jetzt anfangen, die Siege einzufahren, dann bin ich guter Dinge“, sagte Benedetto Muzzicato. Und der Viktoria-Trainer, der den Gastgebern zum „überragenden Punktgewinn“ gratulierte, findet es immer es eine gute Geschichte, wenn ein Schlussmann ins gegnerische Tor trifft. „Wenn man wie aus dem Nichts zurückliegt und dann glücklich in Führung geht, fehlt uns momentan wirklich der Punch, vielleicht das dritte Tor zu machen und dieses Spiel zu Ende zu bringen. Ähnliches war schon in den letzten Wochen zu sehen. Trotzdem nehmen wir den Punkt mit.“

Matthias Maucksch sprach von einem etwas glücklichen Sieg, wenn der Torhüter kurz vor Schluss noch den Ausgleich schießt. „Aber so ist Fussball. Deshalb bin ich froh über den Punkt.“ Der Union-Trainer lobte die körperliche Präsenz seiner Mannschaft, auf verschiedene Positionen müsste das jedoch noch besser werden. „Wir haben ein bisschen das Mittelfeld preis gegeben. Da müssen wir vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Halberstadt ansetzen“, erklärt der Coach. „Mich freut es für die Mannschaft, dass sie sich belohnt hat. Aber es gibt noch viel aufzuarbeiten.“

Text: Roland Hanke (Märkische Oderzeitung) | Foto: Christoph Ulbricht (Spreebote)

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