Regionalliga-News

Zwei Premierentreffer

von Mitsch am Dienstag 08. Oktober 2019

Der FSV Union Fürstenwalde II gewinnt dank der ersten Saisontore von Johann Dörfer und Erik Steinmetz das Landesliga-Derby bei Germania Schöneiche.

Bei der letzten Ecke eilte Chris Küter mit nach vorn, versuchte der Germania-Schlussmann am kurzen Pfosten des Gästetores für Verwirrung zu sorgen. Aber es half nichts: Mit 2:1 siegten die Spreestädter letztlich verdient gegen die Randberliner, landeten im fünften Auswärtsspiel der Saison ihren zweiten Dreier. Bei Wacker Ströbitz hatten sie mit demselben Ergebnis gewonnen. In der Tabelle zogen sie wieder an den Schöneichern vorbei.

Die Gäste hatten sich in der Anfangsphase als äußerst effektiv erwiesen. Nach verteiltem Beginn nutzten sie quasi ihre erste richtige Tormöglichkeit zur Führung: Einen Freistoß von Nisarahmad Nikzad aus dem linken Halbfeld köpfte Niklas Kosch an den Pfosten, den Abpraller verwertete Erik Steinmetz (13.).

Auch das 2:0 resultierte aus einem Standard: Die Schöneicher bekamen eine Nikzad-Ecke nicht geklärt, Johann Dörfer war zur Stelle und drosch den Ball aus der Drehung mit links unters Tordach (22.). Für beide Schützen war es der erste Saisontreffer.

„In der ersten Halbzeit haben wir wirklich ein starkes Spiel gemacht“, sagte der 20-jährige Steinmetz, der den nach wie vor verletzten Enrico Below als Kapitän vertrat, nach dem Abpfiff. Den Gastgebern gelang es derweil nicht, an die Leistung vom 4:1- Heimsieg eine Woche zuvor gegen Dynamo Eisenhüttenstadt anzuknüpfen. Vor der Pause hatten sie eigentlich nur eine wirklich gute Möglichkeit – die allerdings war nicht nur groß, sondern riesig: Auf klasse Vorarbeit von Denis Teterea kam Rechtsverteidiger Christian Heu am langen Pfosten an den Ball, beförderte diesen aber aus drei Metern Entfernung über das leere Tor (35.).

Auf der anderen Seite ließ Fürstenwaldes Spielertrainer Christian Mlynarczyk Martin Gruner stehen, querte von rechts in den Strafraum und umkurvte Küter – halb hob er dabei ab, halb wurde er zu Fall gebracht, jedenfalls blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Christian Ballin aus (38.). In den ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste dann gleich drei Hochkaräter, alle über rechts herausgespielt, aber „Mietze“ Mlynarczyk und der Afghane Nikzad versäumten es, den Sack zuzumachen. „Ja, da müssen wir nach- legen, so aber geraten wir noch unnötig ins Zittern“, wusste auch Steinmetz.

Denn wie aus dem nicht heiteren, sondern wolkenverhangenen Himmel kamen die Schöneicher zum Anschluss: Resad Demmann bediente mit einem tollen Pass den nach der Pause auf die offensive rechte Außenposition gewechselten Christoph Engel, und dessen Flanke spitzelte Teterea vor Keeper Niklas Kühn über die Linie – das dritte Saisontor des Neuzugangs (55.). Und es war noch genug Zeit, wenigstens einen Heimpunkt zu sichern. Aber daraus wurde nichts, weil es in der Nachspielzeit auch beim Tackling von Mohammad Bayat gegen Teterea keinen Strafstoß gab – und Küters Ausflug in den gegnerischen Strafraum nicht von Erfolg gekrönt war.

„So ein Derbysieg tut gut, zumal wir gegen die Schöneicher zuletzt nie haben gewinnen können“, freute sich Erik Steinmetz. Recht hatte er: Seit beide Mannschaften in der Landesliga Süd spielen, hatte es zwei Heimerfolge der Germania sowie zwei Remis in Fürstenwalde gegeben.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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