Regionalliga-News

Außenseiter will nicht mauern

von Mitsch am Freitag 11. Oktober 2019

Regionalligist FSV Union Fürstenwalde muss am Sonnabend bei Brandenburgligist 1. FC Frankfurt im Achtelfinale des Landespokals zum Ostbandenburg-Duell ran.

Die Vorfreude auf das Landespokal-Achtelfinale am Sonnabend ab 15 Uhr gegen den FSV Union Fürstenwalde ist beim 1. FC Frankfurt und seinem Anhang groß. „Da können und wollen wir den Regionalligisten durchaus ein bisschen ärgern und unsere gute Leistung beim jüngsten 2:1-Sieg gegen den Brandenburgliga-Spitzenreiter RSV Eintracht bestätigen“, sagt Jan Mutschler.

Kein Druck, eher eine echte Herausforderung – so sieht Frankfurts Trainer die Ausgangssituation gegen den Favoriten, der zwei Klassen höher kickt. Er hat die Domstädter, die in ihrer vierten Saison in der 4. Liga guter Sechster hinter dem Dauerrivalen Energie Cottbus sind, im Sonntagsspiel gegen den Tabellenzweiten VSG Altglienicke (1:2) beobachtet. „Da hatte Union etwas Pech, machte den Ausgleich nicht mehr.“ Sein Urteil: „Die Mannschaft zeigt sich fit über 90 Minuten, sie ist unter Profi-Coach Matthias Maucksch körperlich und spielerisch gut drauf.“

Und das, obwohl der FSV zu Saisonbeginn ein Dutzend Zugänge (bei eben so vielen Abgängen) zu integrieren hatte. „Gegen solch eine Truppe musst du deine Mannschaft nicht zusätzlich motivieren, da will sich jeder beweisen“, weiß Mutschler aus eigener Erfahrung als siebenmaliger Landespokal-Sieger.

Matthias Maucksch sieht sein Team vom FSV Union ebenfalls in der klaren Favoritenrolle: „Wir wollen ins Viertelfinale einziehen. Dazu müssen wir hoch konzentriert unsere Leistung bringen.“ Der Trainer, der aus einem vollen Kader schöpfen kann, und das Team hoffen, dass ihnen bei dem sicher interessanten regionalen Duell auch viele eigene Fans den Rücken stärken.

Die letzten Vergleiche zwischen beiden Teams, die aktuell die beiden letzten Mannschaften aus dem Fußballkreis Ostbrandenburg im Landespokal sind, fanden in der Oberliga 2014/15 statt und gingen glatt an den FSV (2:0, 5:0). Lange her, denn von den Besetzungen her stehen nur sechs Frankfurter und zwei Fürstenwalder erneut in den aktuellen Aufgeboten.

Sich hinten tief reinstellen zu wollen, das verneint der Frankfurter Coach energisch. „Das defensive Mauern können wir nicht, das ist nicht unsere Art und schon lange kein Garant für ein achtbares Resultat. Wer weiter kommen will, muss ja auch Tore machen. Zu verlieren haben wir nichts.“ Mutschler macht den Fürstenwaldern auch ein Kompliment: „Da hat sich über die Jahre sportlich was entwickelt, und das schmucke Stadion ist modernisiert.“ Bester Punktspiel-Schütze beim Viertligisten ist der vom Chemnitzer FC gekommene Finne Kimmo Markku Hovi (5 Tore).

Der Ex-Fürstenwalder Paul Karaszewski freut sich besonders auf diesen Vergleich, auch wenn er aus seiner Zeit als Kapitän der Unioner (bis 2017) nur noch den jetzigen Spielführer Ingo Wunderlich (33) und Rückkehrer Darryl Geurts (25) kennt. „Wir als kleiner FCF haben unsere Chance“, glaubt er. „Und daran müssen wir glauben, Mut haben.“ Maik Frühauf, den neuen Mann an seiner Seite auf der Sechser-Position, schätzt der 27-jährige Lehrer-Anwärter. „Er hat noch mehr Qualitäten als der junge Tom Rasser, vor allem in den Aktionen nach vorn.“

Nicht nur Axel Geisler drückt dem 1. FCF die Daumen. „Ich traue dem Team ein Weiterkommen durchaus zu“, so der ehemalige Sportliche Leiter. Dreimal stand er als Viktoria-Trainer in einem Pokal-Finale. „Auch wenn damals der ganz große Wurf gegen höherklassige Konkurrenz nicht gelang, einmalige Erlebnisse in der Vereinsgeschichte sind das allemal.“ Erwartet wird eine größere Kulisse (500?) als sonst im Stadion der Freundschaft.

Pokal-Krösus ist wieder einmal der Energie Cottbus, der beim RSV Eintracht ran muss. Dreimal in den vergangenen drei Jahren unterlagen die Fürstenwalder gegen die Lausitzer, einmal erst im Halbfinale (2018). Man kann sich vorstellen, dass sie diesmal den Bock umstoßen und ans große Geld beim DFB-Pokal wollen.

Text: Hans Eberhard und Roland Hanke (Märkische Oderzeitung)| Foto: Martin Ramos

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