Regionalliga-News

In Unterzahl keine Punkte mitgenommen

von Mitsch am Freitag 22. November 2019

Erst ging der FSV Union früh in Führung, dann kassierte er durch einen vermeintlichen Handelfmeter den Ausgleich, verlor Kapitän Ingo Wunderlich durch Gelb-Rot, geriet in Rückstand und glich wieder aus. Das 2:2 war der Lohn für die Mühen und ein couragiertes Spiel bei mehr als 70 Minuten in Unterzahl. Und dann fiel der dritte Gegentreffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit, der eine bittere Niederlage in der Regionalliga Nordost beim VfB Auerbach besiegelte.

Union-Trainer Matthias Maucksch fühlte sich und sein Team angesichts „einer falschen Elfmeter-Entscheidung betrogen. Das war nie Elfmeter. Ingo Wunderlich hat den Ball auf den Rücken bekommen und nicht an die Hand. Der gleiche Schiedsrichter hat uns schon bei der Niederlage bei Hertha BSC II übel mitgespielt. Den möchte ich nicht noch einmal haben.“

In Auerbach kassierte erst Kapitän Wunderlich die Gelbe Karte, weil er den Elfmeter monierte. Aus dem gleichen Grund bekamen auch Coach Maucksch und Co-Trainer Nico Hinz den Karton. Indes ließ sich Marcel Schlosser die Chance nicht nehmen und erzielte den Ausgleich (16.). Zwei Minuten später sah Wunderlich nach einem Foul Gelb-Rot und die Fürstenwalder mussten fortan mit einem Mann weniger auskommen.

Noch vor diesem ganzen Trubel hatte Franz Hausdorf die Unioner nach einer Ecke von rechts per Kopfball in Führung gebracht. „Und dann auch in Unterzahl hat sich die Mannschaft nicht aufgegeben, auch nicht als sie in Rückstand geraten war. Wir hatten in beiden Halbzeiten noch gute Chancen, so zwei Riesen durch Nils Stettin“, erklärt Matthias Maucksch.

Doch plötzlich gingen die Gastgeber in Führung. Dies geschah in der 62. Minute durch Auerbachs Torjäger Marc-Philipp Zimmermann. Allerdings versuchten die Unioner nun vermehrt, durch Konter den Ausgleich zu erzielen. Maucksch hatte auch in der Abwehr auf eine Dreierkette umgestellt und mit Kemal Atici (67.) und Jason Rupp (78.) zwei frische Stürmer eingewechselt.

Dies und der unermüdliche Einsatz der ganzen Mannschaft sollte sich zunächst auch auszahlen – trotz der nun mehrfach am Drücker befindlichen Gastgeber. Nach einer schönen Kombination der Unioner kam der Ball zu Atici, der aus Nahdistanz in der 85. Minute zum 2:2 vollendete.

Die Fürstenwalder wollten den Punkt unbedingt mit nach Hause nehmen. Doch die Auerbacher hatten in der Flutlicht-Partie am Freitagabend etwas dagegen. Und sie hatten ihren Topstürmer Zimmermann, der völlig freistehend eine Flanke von der rechten Seite zum 3:2-Siegtreffer (90+2.) verwertete. Für den VfB war es der fünfte Heimsieg. Die Unioner sind nach der dritten Auswärtsniederlage um einen Rang auf Platz 7 abgerutscht, aber immerhin noch Vierter in der Auswärtstabelle – die Hälfte ihrer 22 Punkte holten sie in fremdem Gefilden.

Auerbach: Stefan Schmidt – Albert Löser, Philipp Müller, Marcin Sieber, Alexander Morozow – Hendrik Wurr (80. Daniel Tarczal), Paul Horschig – Amer Kadric, Thomas Stock, Marcel Schlosser – Marc-Philipp Zimmermann

1. Männer: David Richter – Ingo Wunderlich, Franz Hausdorf, Patrick Brendel, Tim Häußler – Luca Schulz, Lukas Stagge, Joshua Putze, Darryl Geurts – Nils Stettin (68. Kemal Atici), Kimmo Hovi (78. Jason Rupp)

Tore: 0:1 Franz Hausdorf (7.), 1:1 Marcel Schlosser (15./Handstrafstoß), 2:1 Marc-Philipp Zimmermann (62.), 2:2 Kemal Atici (85.), 3:2 Marc-Philipp Zimmermann (90.+2)

Gelb-Rote Karten: – / Ingo Wunderlich (18./Foulspiel)

Zuschauer: 510

Schiedsrichter: Eugen Ostrin

Text: Roland Hanke (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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