Regionalliga-News

Sieghard Richter ist neuer Präsident

von Mitsch am Mittwoch 27. November 2019

Der FSV Union Fürstenwalde hat auf seiner Mitgliederversammlung einen neuen und vergrößerten Vorstand gewählt und Hans-Ulrich Hengst zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Gut dreieinhalb Stunden dauerte am Montagabend die 16. Mitgliederversammlung des FSV Union in der Fürstenwalder Kulturfabrik. Sie mündete in der Wahl eines neuen und vergrößerten Vorstands mit Sieghard Richter als Präsident an der Spitze. Ex-Union-Chef Hans-Ulrich Hengst, der Anfang September von seinem Amt zurückgetreten war, wurde von den 73 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zum Ehrenpräsidenten ernannt, Nachwuchs-Kassenwärtin Jutta Widlak zum Ehrenmitglied.

Richter misst der Zusammenarbeit mit der Stadt Fürstenwalde, die weiter gepflegt werden müsse, eine hohe Bedeutung bei. „Ich hoffe, wir finden einen gemeinsamen Weg für eine ehrliche und kooperative Zusammenarbeit, damit wir alle stolz auf die Stadt und unseren Verein sein können“, erklärte der neue Präsident, der bei zwei Enthaltungen mit großer Mehrheit in sein Amt gewählt wurde.

Die Arbeit im Vorstand, der von sieben auf zwölf Mitglieder vergrößerte wurde, soll auf breitere Schultern verteilt werden. Neben Geschäftsführerin Manuela Patze und Manager Sven Baethge, die beide wiedergewählt wurden, ist unter anderem ein Posten Geschäftsführer Bewirtschaftung geschaffen worden, den Holger Hartung einnimmt. Dieser soll sich auch um die Verbindung zur Stadt in Sachen Friesenstadion kümmern, das der Kommune gehört und vom FSV Union bewirtschaftet wird.

Wegen der Querelen um den von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen erhöhten Zuschuss von 190 000 Euro zur Deckung der Bewirtschaftungskosten in diesem Jahr, der später von der Verwaltung auf 144 000 gekürzt wurde, weil die Kosten nicht in voller Höhe nachgewiesen worden seien, war Hengst am 5. September als Präsident zurückgetreten. Damit habe er den Weg frei machen wollen für Verhandlungen mit der Stadt. „Das war ein letzter Liebesakt für den Verein“, erklärte er auf der Mitgliederversammlung und erläuterte aus seiner Sicht die näheren Umstände .

Überhaupt nahm das Thema breiten Raum auf der Tagung ein. Der Rücktritt sei ein „erheblicher Verlust für den Verein“ gewesen, sagte Vizepräsident Frank Quandt. Er dankte dem ehemaligen Bürgermeister, der die Entwicklung des Vereins über viele Jahre geprägt habe, zugleich für sein Engagement und erntete dafür viel Beifall, den es auch bei der Ernennung von Hengst zum Ehrenpräsidenten gab.

Inzwischen würden die Rechnungsnachweise des Vereins für 2018 sowie bis Oktober 2019 von der Stadt geprüft. Zudem habe eine Vorort-Begehung im Friesenstadion mit Vertretern der Stadt, des FSV Union sowie Bauexperten stattgefunden, informierte Quandt. Der Verein habe auch ein Gutachten erstellen lassen, was das Bewirtschaften des Stadiongeländes 2020 kosten würde. Laut Quandt wären dies 227 500 Euro, wenn dies weiter komplett durch den Verein geschehe. Würde die Rasenpflege durch eine externe Firma bewerkstelligt, beliefe sich die Summe auf 237 900.

Der Verein, der auch selbst viel Geld in das Stadion gesteckt habe, gehe ein hohes Risiko mit der Bewirtschaftung des Geländes für die Stadt ein, erklärte Nachwuchsleiter Frank Bellach. Eingenleistungen würden nicht mehr angerechnet.

Im Nachwuchsbereich, in dem 260 Kinder- und Jugendliche in zwölf Teams – einschließlich zwei bei den Mädchen und eines bei den Frauen – sowie 23 Trainer aktiv aktiv sind, habe sich eine Menge getan. „Wir sind stolz auf die Fertigstellung der Nachwuchs-Arena, bei der bislang 32 000 Euro durch Eigenleistungen und Sponsoren investiert wurden“, sagte Bellach. Sein Mitstreiter Michael Pohl betonte, dass im Nachwuchs wieder verstärkt leistungssportliche Ziele verfolgt würden.

Diese sind bei den Männern – inklusive zweite Mannschaft, Ü35, Ü50 und Ü60 – bereits auf hohem Niveau, freute sich der Sportliche Leiter Bernd Stiegel. Die Regionalliga-Mannschaft habe sich als aktueller Tabellensiebter bei der Konkurrenz viel Respekt erarbeitet. „Da ist die Handschrift des Trainers deutlich zu erkennen.“

Chefcoach Matthias Maucksch war übrigens mit einem Großteil seines Teams bei der Versammlung dabei, Darryl Geurts wurde als einer von zwei Kassenprüfern gewählt. Zudem wurden Satzungsänderungen beschlossen.

Text: Roland Hanke (Märkische Oderzeitung) | Foto: Martin Ramos

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