Regionalliga-News

Auf die nächsten Hundert

von Mitsch am Freitag 07. Februar 2020

An das erste Punktspiel kann er sich noch genau erinnern: „Ein 5:0 zu Hause gegen den 1. FC Frankfurt“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Es war am 16. August 2015 die Premiere für den damals 46-jährigen Matthias Maucksch als Trainer des Oberligisten FSV Union Fürstenwalde. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die am Ende der Saison in den Aufstieg in die 4. Liga mündete und, einschließlich zweier selbstgewählter Pausen, bis heute anhält. Das jüngste 3:0 gegen den BFC Dynamo war das 100. Meisterschaftsspiel als Verantwortlicher auf der Bank.

Ob er sich damals hat vorstellen können, einmal die Hundert bei den Spreestädtern vollzumachen? „In der heutzutage so schnelllebigen Fußballlandschaft ist das zumindest nicht alltäglich“, lautet die diplomatische Antwort des Sachsen. Welches die größten Unterschiede zwischen einst und jetzt sind? „Damals waren wir ein ambitionierter Oberligist, mittlerweile haben wir uns in der Regionalliga etabliert und mischen im oberen Drittel mit“, sagt Maucksch nicht ohne Stolz. „Es kontaktieren uns Fußballer, die uns früher nicht mal angeguckt hätten und heute froh wären, wenn sie hier spielen dürften.“

Vor allem aber hat sich in der Infrastruktur viel getan: „Der Ausbau des Stadions, der übrigen Rasenplätze“, zählt der Ex-Profi auf, „und das nicht mit dem einen großen Geldgeber. Andere Vereine bekommen von der Kommune alles hübsch gemach, hier ist es genau umgekehrt, geht immer der Verein in Vorleistung.“

Dass Matthias Maucksch zweimal nach Fürstenwalde zurückgekehrt ist, einmal nach einer familiären Auszeit, beim zweiten Mal nach dem missglückten Versuch, die Chance in der 3. Liga zu suchen, spricht für das gute Verhältnis und die professionelle Zusammenarbeit mit den anderen Verantwortlichen des FSV Union. „Wenn die Basis nicht da wäre, hätte man mich nicht zurückgeholt.“ Ob er sich denn weitere 100 Punktspiele bei den Domstädtern vorstellen könne? „Wenn ich eine Glaskugel hätte…“, wird der 50-jährige Fußballlehrer noch einmal diplomatisch.

Heute Abend steigt erst einmal die 101. Partie, bei Wacker Nordhausen, und zwar auf Kunstrasen. Das geschieht aufgrund des vielen Regens der vergangenen Tage, nachdem sowohl das Nachholspiel der Thüringer gegen den SV Babelsberg als auch zuletzt die Partie beim Bischofswerdaer FV ausgefallen waren. Das erste Pflichtspiel des Jahres ist für die Gastgeber aber in jeder Hinsicht ein Neustart, haben doch 13 gestandene Kicker den insolventen Verein verlassen. Der Kader wird mit Akteuren der zweiten Mannschaft aus der Oberliga Süd aufgefüllt. „Das ist trotzdem noch eine Regionalliga-taugliche Truppe“, warnt Maucksch, der am Donnerstagabend im Pneumant-Sportforum hatte trainieren lassen, nämlich auf Kunstrasen.

Text: Kai Beißer (Märkische Oderzeitung) | Foto: Mitsch Rieckmann

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